Elfter Verhandlungstag
Mordfall Fabian: Angeklagte brachte Bekannten zum Fundort
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Falschaussage: Ermittlungen gegen Fabians Vater
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Einen Tag, bevor sie die Polizei über den Fund des toten Fabian informierte, war die Angeklagte offenbar schon mit einem Bekannten am Fundort des Kinderleichnams. Der Zeuge spricht von einem "Schockmoment".
Das Wichtigste in Kürze:
Am elften Prozesstag im Mordfall Fabian wird ein Bekannter der Angeklagten vernommen.
Der Mann soll von ihr an den späteren Fundort der Kinderleiche geführt worden sein.
Beide sollen zuvor in sehr engem Kontakt gestanden haben.
Angeklagte im Mordfall Fabian mit Bekanntem am späteren Fundort
Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau war nach Schilderung eines Zeugen schon einen Tag vor dem offiziellen Fund der Kinderleiche am Fundort. Sie habe ihm am 13. Oktober vorigen Jahres vorgeschlagen, nach Fabian zu suchen, sagte der 37-Jährige, der sie damals begleitete. Die Angeklagte habe damals unbedingt zu dem Tümpel gewollt, sei aber an der Böschung stehen geblieben, während er zum Tümpel runtergegangen sei. Dann habe sie gesagt: "Da liegt was. Das ist er."
"Für mich fühlte sich das so an, als wüsste sie genau, wo sie hin wollte", schilderte der Zeuge den Abend. Er selbst habe damals nichts Genaues erkannt. Es sei stockdunkel gewesen und die Angeklagte habe mit der Handy-Lampe geleuchtet. Er habe sich nur kurz hingehockt. Danach habe er nur noch weggewollt. Das sei damals ein Schockmoment gewesen. Sie seien vom Tümpel weggelaufen und zum Auto. Gesprochen hätten er und die Angeklagt dann nicht: "Im Auto war Totenstille."
Laut "Bild" stand die Angeklagte mit dem 37-Jährigen seit September 2025 in intensivem Kontakt. Sie wohnten demnach im selben Ort und hätten sich täglich zahlreiche Sprachnachrichten geschickt. Der Mann sei nach der mutmaßlichen Tat der erste gewesen, den sie angerufen habe. Nach dem Fund von Fabians Leiche brach der 37-Jährige dem Bericht nach den Kontakt zu der Frau ab. Seine letzte Nachricht an sie habe gelautet: "Ich möchte meine Familie schützen."
Angeklagte Frau soll Fabian erstochen haben
Erst einen Tag nach dem gemeinsamen Besuch des Fundorts, dem 14. Oktober, informierte die heute 30-jährige Angeklagte die Polizei. Dort sagte sie, dass sie den Leichnam Fabians an dem Tag zufällig beim Spaziergang mit dem Hund an dem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt habe. Laut Anklage starb der Junge am 10. Oktober.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, ihn mit sechs Messerstichen getötet und dann angezündet zu haben. Die Angeklagte selbst schweigt bislang zu den Vorwürfen. Die Verdächtige sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft und schweigt bislang zu den Vorwürfen. Nach einer vorübergehenden Trennung ist sie wieder mit Fabians Vater liiert, der nach eigenen Worten an ihre Unschuld glaubt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Bild: "Gina H. führte Kumpel zu Fabians Leiche"
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