Ärger um "moralische Werte"

LGBTQ-Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" nach Kreta umgeleitet – Türkei und Ägypten verweigerten Einfahrt

Aktualisiert:

von Marie-Finn Bruker

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LGBTQ-Kreuzfahrtschiff darf nach Routen-Streit anlegen

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Das LGBTQ-Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" legte kurzfristig auf Kreta an. Geplant waren eigentlich Stopps vor der Türkei und Ägypten, doch diese Länder hatten dem Schiff die Einfahrt verweigert.

Das LGBTQ-Schiff "Scarlet Lady" hat am Freitagmorgen (10. Juli) den Hafen von Souda auf Kreta erreicht. Dieser Halt vor der griechischen Insel war nicht geplant. Eigentlich hätte das Schiff unter anderem vor der Türkei und Ägypten anlegen sollen – die Behörden der Länder hatten das mit überwiegend Personen der LGBTQ-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer; auf Deutsch lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer) gecharterte Kreuzfahrtschiff jedoch abgewiesen.

Auch in den News:

Das Schiff des US-Reiseveranstalters Atlantis Events war am Sonntag (5. Juli) von Athen zu einer einmonatigen Themenkreuzfahrt aufgebrochen. Wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilte, hatten türkische Behörden die geplanten Stopps in Istanbul und Kuşadası untersagt. Nach Angaben des griechischen Rundfunks ERT (Elliniki Radiofonia Tileorasi) verwiesen sie dabei auf die "moralischen Werte" des Landes.

Atlantis Events zufolge behält das Schiff die weiter geplante Route bei: Nach Griechenland soll es für die knapp 2.000 Passagier:innen weiter ins ägyptische Kairo gehen. Laut griechischen Medienberichten verweigerte nun auch Ägypten die Einfahrt. Die Route sei in diesem Zuge erneut kurzfristig geändert worden. Danach soll die "Scarlet Lady" ihre Reise laut ERT planmäßig in Richtung Montenegro fortsetzen.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Atlantis: "Virgin Voyage Scarlet Lady"

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