Veranstaltungen fallen aus
Nach Kohlendioxid-Vorfall: Kurzentrum in Horn-Bad Meinberg bleibt geschlossen
Aktualisiert:
von Michael ReimersDie Polizei sieht bezüglich des Kohlendioxid-Vorfalls keinen Hinweis auf fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln.
Bild: Jörn Fries/dpa
Im Kurzentrum von Horn-Bad Meinberg sind große Mengen CO₂ ausgetreten. Der Bereich bleibt einen Tag später geschlossen. Was über den Vorfall bisher bekannt ist.
Nach dem Austritt großer Mengen Kohlendioxid bleibt das Kurzentrum von Horn-Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen vorerst unzugänglich. Wie die Stadt im Kreis Lippe mitteilte, werde die CO₂-Konzentration im historischen Kurpark weiterhin engmaschig gemessen. Das Kurgastzentrum kann noch mehrere Tage nicht betreten werden, geplante Veranstaltungen fallen aus.
Auslöser war nach Angaben der Feuerwehr ein natürlicher Gasaustritt am Mittwoch (4. März), bei dem fünf Menschen verletzt wurden. Einsatzkräfte hatten im Foyer des Kurzentrums zwei bewusstlose Personen entdeckt.
Eine Reinigungskraft war zuvor von ihrem Ehemann leblos im Keller gefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht worden. Der Mann hatte daraufhin selbst das Bewusstsein verloren. Beide waren nach einer ersten medizinischen Versorgung wieder ansprechbar und wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Personen haben leichte Verletzungen erlitten. Zuvor hatte die "Lippische Landes-Zeitung" über den Einsatz berichtet.
Die besondere Gefahr des Vorfalls liegt im Gas selbst: Kohlendioxid verdrängt in hoher Konzentration den Sauerstoff in der Luft und kann so zur Erstickung führen. Laut Feuerwehr stammt das CO₂ aus einer sogenannten Mofette – einer natürlichen Austrittsstelle für Kohlendioxid, die sich in der Nähe des Kurzentrums befindet. Am Vortag hatten dort Wartungsarbeiten stattgefunden, bei denen ein Deckel entfernt wurde. Aus bislang ungeklärter Ursache hat sich anschließend starker Druck aufgebaut.
Kohlendioxid kommt aus dem Boden
Das Gas sei durch eine schlammige Bodenschicht nach oben geströmt und habe hörbar geblubbert und gezischt, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Weil Kohlendioxid schwerer als Luft ist, habe es sich in tieferliegenden Bereichen gesammelt und sei in den Keller des Gebäudes gezogen. Inzwischen habe man eine Art Ventil installiert, damit das Gas wieder kontrolliert entweichen könne – so wie vor dem Zwischenfall.
Die Stadt erklärte, dass Kohlensäure, die aus Kohlendioxid entsteht, in Horn-Bad Meinberg über Jahre hinweg als natürliches Heilmittel genutzt worden sei. Beim aktuellen Austritt habe die Warnanlage im Keller ausgelöst. Rund 120 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen, der Kurpark sei abgesperrt und das Kurgastzentrum intensiv entlüftet worden. Auch umliegende Praxen hätten evakuiert werden müssen.
Auch in den News:
Die Polizei sieht nach eigenen Angaben keinen Hinweis auf fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln. Es handele sich daher nicht um einen strafrechtlich relevanten Fall. Stadt und Feuerwehr stehen nun im engen Austausch mit dem Landesverband Lippe sowie Fachfirmen, um die genaue Ursache zu klären und weitere Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Für die Bevölkerung außerhalb des abgesperrten Bereichs habe keine Gefahr bestanden.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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