Nackt und unterernährt
Kind im Elsass in Auto gefangen gehalten – 30 Jahre Haft für Vater?
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Der Fall im Elsass nahe der deutschen Grenze sorgt für Bestürzung. Über ein Jahr war ein Junge in einem Auto eingesperrt, nun droht dem Vater eine lange Haftstrafe.
Nachdem ein Neunjähriger in einem Kleinbus in der ostfranzösischen Region Elsass nackt und unterernährt aufgefunden wurde, drohen dem Vater 30 Jahre Haft. Dies bestätigte Nicolas Heitz, der Staatsanwalt des ostfranzösischen Mulhouse.
Der Mann hat im Fall in Hagenbach, nicht weit von der deutschen Grenze, seine Tat zugegeben: Über ein Jahr habe der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzende Mann sein Kind in einem Auto gefangen gehalten.
Nach Angaben des Mannes habe er die Einlieferung des Jungen in eine psychiatrische Einrichtung verhindern wollen. Selbige sei von der Stiefmutter des Kindes gefordert worden. Auch der Frau droht eine Haftstrafe von sieben Jahren – wegen unterlassener Hilfeleistung.
An Stehen und Laufen war nicht zu denken
Einsatzkräfte hatten den Jungen nach einem Hinweis von Nachbarn in der Nähe von Exkrementen in dem Fahrzeug entdeckt, in Embryonalhaltung. Das Kind erklärte bei einer ärztlichen Untersuchung, es habe nicht einmal seine Beine ausstrecken, geschweige denn stehen oder laufen können.
Weder eine Zahnbürste noch einen Pyjama habe der Junge gehabt, zitiert ihn Staatsanwalt Heitz. Das Waschen seiner Kleidung habe der Vater ebenfalls eingestellt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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