Sichtungen selten, aber möglich
Nord- und Ostsee: Diese Wale sind vor Deutschlands Küsten zu Hause
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Zustand von gestrandetem Wal schlecht
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Der Buckelwal Timmy, der zurzeit vor Wismar gestrandet ist und dort vermutlich verenden wird, hat sich zu seinem Unglück in unsere Gefilde verirrt. Andere Wal-Arten sind jedoch in der Ost- und Nordsee heimisch.
Das Wichtigste in Kürze
Sichtungen von Walen sind vor Deutschlands Küsten zwar selten, aber möglich.
Einige Arten sind in Nord- und Ostsee sogar heimisch.
Dazu gehört etwa der Schweinswal, dessen Bestand jedoch bedroht ist.
Vereinzelt können in deutschen Gewässern Buckelwale - wie der in der Ostsee gestrandete Timmy - und Finnwale gesichtet werden, diese sind hier jedoch nicht heimisch. Auch tieftauchende Ozeanbewohner wie Pottwale und Schnabelwale kommen in den geringen Wassertiefen der Nordsee normalerweise nicht vor, heißt es bei "whales.org". Wenn sie in unsere flachen Meere schwimmen, geraten sie meist in Not und stranden.
Die Nordsee ist durchschnittlich nur etwa 100 Meter tief, die Ostsee 54 Meter. Die Ozeane sind im Durchschnitt etwa 3.500 bis 4.000 Meter tief. Der bis zu 18 Meter lange Pottwal kann bis zu 3.000 Meter tief und damit am tiefsten von allen Walen tauchen.
Zehntausende Wale leben in der Nordsee
Andere Wal-Arten hingegen haben in Ost- und Nordsee ihre angestammten Reviere, wenngleich sie sich ebenfalls nur vereinzelt beobachten lassen. Am wahrscheinlichsten ist es in Deutschland, einen Schweinswal zu sehen. Von dessen Spezies leben nur noch etwa 23.000 Artgenossen in der Nordsee, berichtet "T-online.de".
Seit 2020 gelte seine Population als stark gefährdet, die sich wegen der menschlichen Eingriffe in seinen natürlichen Lebensraum immer weiter dezimiere. Der bis zu 1,80 Meter lange Meeressäuger kommt dem Bericht zufolge im Gebiet vor Sylt, um Borkum, in der Eckernförder sowie Kieler Bucht und auch um Fehmarn vor.
Offshore-Windpark bedroht heimische Wal-Arten
Auch Zwergwale gehören zu den Wal-Arten, die in Deutschland heimisch sind, so "whales.org". Der Zwergwal hält sich vor allem in der zentralen Nordsee in der Nähe der Doggerbank auf. Dabei handelt es sich um eine große und artenreiche Sandbank, die sich auch in deutsche Gewässer erstreckt.
Wie "T-online" weiter schreibt, ist die Doggerbank als Schutzgebiet registriert, jedoch solle dort der weltgrößte Offshore-Windpark entstehen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fürchtet, dass der Unterwasserlärm, der durch die Bohrungen und den zusätzlichen Versorgungsverkehr der Windparks entsteht, für die Meeressäuger zur Belastung werde.
Verwendete Quellen:
whales.org: "Wale und Delfine in deutschen Gewässern"
t-online.de: "Sanfte Riesen: Diesen Walen kann man in der Nordsee begegnen"
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