Fußball
Infantinos UEFA-Zeit: Verband erklärt hohe Zahlungen
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Geheimplan: Wollte Infantino die Super League übernehmen?
Videoclip • 01:02 Min • Ab 12
Die UEFA hat einer früheren Mitarbeiterin während Gianni Infantinos Amtszeit eine hohe Abfindung gezahlt und ein MBA-Studium finanziert. Der Verband verweist auf damalige Regeln.
Das Wichtigste in Kürze
Die UEFA bestätigte eine mindestens sechsstellige Abfindung und die Finanzierung eines MBA-Studiums für eine frühere Mitarbeiterin.
Die Zahlungen erfolgten Ende 2011 während Gianni Infantinos Zeit beim europäischen Fußballverband und entsprachen laut UEFA den damaligen Regeln.
Infantino weist persönliche Einflussnahme oder unangemessenes Verhalten zurück, konkrete Belege für einen Regelverstoß liegen bislang nicht vor.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat einer früheren Mitarbeiterin während der Amtszeit von Gianni Infantino eine hohe Zahlung gewährt. Der Verband bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen Bericht der britischen Zeitung "The Telegraph". Demnach erhielt die Frau bei ihrem Ausscheiden Ende 2011 eine mindestens sechsstellige Abfindung.
Zusätzlich übernahm die UEFA die Gebühren für ein MBA-Studium an einer örtlichen Wirtschaftshochschule. Die UEFA erklärte laut dpa, die Zahlungen hätten den damals geltenden Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter:innen entsprochen. Einen konkreten Betrag nannte der Verband nicht.
UEFA verweist auf verschärfte Regeln
In einer Stellungnahme betonte die UEFA, sie habe ihre Vorschriften seit 2016 verschärft. Die aktuellen Personalrichtlinien gälten für alle Beschäftigten unabhängig von ihrer Hierarchiestufe und entsprächen dem Standard einer modernen Organisation.
Damit weist der Verband zugleich darauf hin, dass die Zahlungen aus dem Jahr 2011 nach den damaligen Regeln bewertet werden müssten. Die UEFA bestätigte zwar die Abfindung und die Finanzierung des Studiums, äußerte sich aber nicht zu weiteren Details des Arbeitsverhältnisses oder zu den Gründen für die Höhe der Leistungen.
Auch in den News:
Infantino weist persönlichen Einfluss zurück
Infantino arbeitete rund 16 Jahre bei der UEFA, bevor er 2016 zum Generalsekretär des Weltverbands FIFA gewählt wurde. Laut "The Telegraph" soll die betreffende Mitarbeiterin während seiner UEFA-Zeit von einer zunächst administrativen Tätigkeit in eine deutlich besser bezahlte Führungsposition aufgestiegen sein.
Der heutige FIFA-Präsident weist einen persönlichen Zusammenhang mit diesem Karriereschritt zurück. In einer FIFA-Mitteilung, die der "Bild" vorlag, heißt es: "Jede Andeutung unangemessenen Verhaltens oder eines Verstoßes gegen Statuten oder Vorschriften ist verleumderisch." Belege für ein Fehlverhalten Infantinos werden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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