Begehrte Auszeichnung
Franzose Henri Kagan und Japaner Kenso Soai erhalten Chemie-Nobelpreis
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Medizin-Nobelpreis auch an zwei Deutsche
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
Wer wird für seine herausragende Forschungsarbeit mit einem Nobelpreis belohnt? Am Mittwoch wurden ein Franzose sowie ein Japaner für ihre Entdeckung in der Chemie gewürdigt.
Die Entscheidung ist gefallen: Der Nobelpreis für Chemie geht an den Franzosen Henri B. Kagan sowie den Japaner Kenso Soai "für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese". Dies hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften beschlossen. Bei der Verkündung am Mittwoch (7. Oktober) hieß es, dass die Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln für Chemiker:innen entscheidend seien.
Die Auszeichnung erhalten die beiden Forscher für die Lösung eines chemischen Rätsels: So gibt es bei einigen Molekülen, etwa Aminosäuren, zwei Varianten, die jeweils das Spiegelbild des anderen sind. Allerdings enthalten lebende Organismen nur eines dieser Spiegelbilder. Kagan von der Université Paris-Sud und Soai von der Tokyo University of Science konnten das Geheimnis lüften.
Sieh dir die Verkündung des Chemie-Nobelpreises HIER im kostenlosen Re-Live an:
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Die Nobelpreise sind ebenso begehrt wie renommiert – und ihre Verleihungen aufgrund von praktisch sicheren Überraschungen stets spannend. Auch in diesem Jahr werden in Stockholm wieder die Preisträger:innen verkündet.
Am Donnerstag (8. Oktober) ab 13 Uhr geht es weiter mit dem Literatur-Nobelpreis.
Im Laufe dieser Woche folgen die Verkündungen für die Nobelpreise für Literatur, Frieden und am Montag darauf (12. Oktober) der Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften.
Auch in den News:
Preis mit etwa einer Million Euro dotiert
Dotiert sind die Auszeichnungen mit zwölf Millionen schwedischen Kronen (rund einer Million Euro) pro Preiskategorie. Verliehen werden die Nobelpreise dann am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember. Außer dem Friedenspreis, der in Oslo übergeben wird, finden alle Verleihungen in Stockholm statt.
Alle Nobelpreisträger 2026 im Überblick
Hier findest du alle Preisträger:innen aus allen Kategorien.
+++ US-Forscher freut sich über Physik-Nobelpreis +++
Der belgisch-amerikanische Teilchenforscher Francis Halzen wird dieses Jahr für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium "IceCube" und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag (6. Oktober) in Stockholm mit.
Bei dem sogenannten "IceCube" handelt es sich um einen Kubikkilometer Gletschereis in der Antarktis, der mit Sensoren ausgestattet ist. "Seine Hartnäckigkeit und wissenschaftliche Vision haben den Weg für eine neue Art der Astronomie geebnet", lobte der Vorsitzende des Physik-Nobelkomitees, Mark Pearce, Preisträger Halzen.
Halzen, Professor an der Universität von Wisconsin in Madison, präsentierte seine Pläne erstmals 1988. Er erkannte, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Neutrinos – oft Geisterteilchen genannt – eignet.
Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel (auf der Folie, von links) werden mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.
Bild: TT
+++ Zwei Deutsche sichern sich Medizin-Nobelpreis +++
Die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie der US-Forscher Karl Deisseroth erhalten 2026 den Medizin-Nobelpreis. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik, wie das Karolinska-Institut in Stockholm am Montag (5. Oktober) mitgeteilt hat.
Hegemann forscht an der Humboldt-Universität Berlin, Nagel an der Universität Würzburg. Die Forscher erhalten jeweils ein Drittel des Preisgelds von umgerechnet rund einer Million Euro.
Bei Optogenetik handelt es sich um eine Methode, mit der sich Zellen – meist Neuronen – mit Hilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Dabei werden sowohl genetische als auch optische Techniken kombiniert, um gezielt zelluläre Aktivität zu steuern – in lebendem Gewebe und sogar in frei beweglichen Tieren.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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