Trump vorgeschlagen

Von Putin bis Hitler: Die absurdesten Nominierungen für den Friedensnobelpreis

Aktualisiert:

von Benedikt Rammer

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Bekommt der Papst den Friedensnobelpreis?

Videoclip • 01:27 Min • Ab 12


Donald Trump wurde auch dieses Jahr wieder für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Er reiht sich in eine Liste kontroverser Nominierungen ein, die den Preis immer wieder zur Debatte stellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump wurde 2026 erneut für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

  • Das Nobelkomitee muss die Nominierung akzeptieren, entscheidet aber unabhängig über die Vergabe des Preises.

  • Umstrittene Vorschläge sind in der Geschichte des Friedensnobelpreises keine Seltenheit.

US-Präsident Donald Trump wurde mal wieder für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Historisch betrachtet ist es bei weitem nicht die einzige fragwürdige Nominierung. Am Freitag (9. Oktober) entscheidet sich, wer den Preis für das Jahr 2026 tatsächlich erhält.


Kontroverse Nominierungen in der Vergangenheit

Die Liste früherer Nominierungen zeigt, dass der Friedensnobelpreis immer wieder als Bühne für politische PR genutzt wurde. Zu den umstrittensten Vorschlägen zählen:

Josef Stalin (1945 und 1947)

Der sowjetische Diktator Josef Stalin wurde für seine Rolle bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs nominiert – trotz der unzähligen Morde, Folterungen und Hungersnöte, die sein Regime verursachte.

FIFA (2015)

Der Fußballverband wurde aufgrund seiner vermeintlichen Rolle als "Brückenbauer" durch den Sport nominiert. Die Gespräche mit dem Nobelkomitee endeten jedoch abrupt, als Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA aufkamen.

Wladimir Putin (2013 und 2020)

Der russische Präsident Wladimir Putin wurde zweimal für seinen "Einsatz für Frieden" nominiert – trotz Bombenangriffen in Syrien und der Annexion der Krim.

George W. Bush (2001 und 2004)

Der frühere US-Präsident George W. Bush wurde zunächst für die Vermeidung eines Krieges nach 9/11 nominiert – ein Ziel, das letztlich nicht erreicht wurde. Später folgte eine weitere Nominierung, die massive Proteste auslöste, da sie in Zusammenhang mit dem Irakkrieg stand.

Adolf Hitler (1939)

Diese Nominierung war satirisch gemeint: Der schwedische Abgeordnete Erik Brandt wollte damit gegen die Nominierung des britischen Premiers Neville Chamberlain protestieren.

Friedensnobelpreis als PR-Instrument?

Die Liste zeigt, dass der Friedensnobelpreis immer wieder von politischen Akteuren instrumentalisiert wurde – sei es zur Eigenwerbung oder zur Verbesserung des öffentlichen Images. Kaum eine dieser Nominierungen hatte realistische Erfolgsaussichten, doch allein der Vorschlag genügte oft, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Das Nobelkomitee selbst veröffentlicht keine Details zu den Nominierten; diese Informationen stammen meist von den Personen oder Institutionen, die die Vorschläge eingereicht haben. Ob Trump tatsächlich Chancen auf den Preis hat, bleibt abzuwarten.

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