Mutmaßlicher Mordauftrag

Hamburg: 13-Jähriger als Killer von Hell Angels Mitglied angeheuert?

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

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Große Razzia gegen Hells Angels in NRW

Videoclip • 23 Sek • Ab 12


Ein 13-jähriger Junge aus den Niederlanden soll einen Mordauftrag in Hamburg erhalten haben. Die Polizei nahm ihn auf St. Pauli fest. Wer das Ziel war, bleibt offiziell offen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Junge wurde bereits im Juni auf St. Pauli festgenommen.

  • Er stammt aus den Niederlanden und wurde den dortigen Behörden übergeben.

  • Die Staatsanwaltschaft nennt das mögliche Opfer nicht.

Die Polizei hat im Juni einen 13-Jährigen aus den Niederlanden in der Balduinstraße auf St. Pauli festgenommen. Nach bisherigen Ermittlungen soll das Kind zuvor den Auftrag erhalten haben, einen Menschen in Hamburg zu töten, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Mia Sperling-Karstens, mit. Anschließend wurde der Junge an die niederländischen Behörden übergeben.

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Hells Angels als mögliches Ziel

Laut der Nachrichtenagentur dpa hatte die Staatsanwaltschaft Hinweise darauf, wer das Opfer hätte sein sollen. Zum Schutz der Ermittlungen macht sie dazu jedoch keine weiteren offiziellen Angaben.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung sollte der 13-Jährige ein Mitglied der Hells Angels in Hamburg erschießen. Grund hierfür könnte ein Konflikt im kriminellen Milleu sein. Laut dem Bericht der Zeitung hatte seine Mutter den Jungen zuvor bei der niederländischen Polizei als vermisst gemeldet.


Zusammenhang mit tödlichen Schüssen offen

Die "Bild" bringt den mutmaßlichen Auftrag auch mit tödlichen Schüssen am 1. September an der Lagerstraße auf St. Pauli in Verbindung. Dort wurden ein 47- und ein 33-Jähriger erschossen sowie ein 48-Jähriger schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dieser Tat von Anhaltspunkten für eine mögliche Auseinandersetzung im kriminellen Milieu gesprochen. Einen Zusammenhang mit dem Fall des 13-Jährigen wurde jedoch nicht von Seiten der Staatsanwaltschaft bestätigt.

Ermittlungen gegen Unbekannt

Im Fall des 13-Jährigen läuft jetzt eine Ermittlung gegen Unbekannt wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt. Im Verfahren zu den Schüssen an der Lagerstraße gab es nach Angaben der Sprecherin bislang keine Festnahmen. Zur Rolle des verletzten 48-Jährigen äußert sich die Behörde derzeit nicht.

In Deutschland ist ein 13-Jähriger strafunmündig; in den Niederlanden beginnt die Strafmündigkeit mit Vollendung des zwölften Lebensjahres.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpaBild: "13-Jähriger sollte Hells-Angels-Boss erschießen"

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