Begehrte Auszeichnung

JETZT LIVE: Wer erhält den renommierten Friedensnobelpreis?

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Medizin-Nobelpreis auch an zwei Deutsche (5. Oktober)

Videoclip • 01:36 Min • Ab 12


Es ist eine der wichtigsten Auszeichnungen weltweit: der Friedensnobelpreis. Wem 2026 die besondere Ehre zuteil wird, verkündet das Norwegische Nobelinstitut am Freitag in Oslo.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Stockholm wurden in dieser Woche die Gewinner:innen der Nobelpreise verkündet. Am Freitag geht es in Oslo mit dem Friedensnobelpreis weiter.

  • Unter anderem die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel wurden mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

  • Wer für den Friedensnobelpreis nominiert ist, bleibt ein Geheimnis, doch es gibt Favoriten – darunter Papst Leo oder der Internationale Strafgerichtshof (IStGH).

Friedensnobelpreis LIVE: Sieh dir die Verkündung HIER im Livestream an!

Die Nobelpreise sind ebenso begehrt wie renommiert – und ihre Verleihungen aufgrund von praktisch sicheren Überraschungen stets spannend. Auch in diesem Jahr werden in Stockholm und Oslo wieder die Preisträger:innen verkündet.

Wer sich 2026 über den Friedensnobelpreis freuen darf, wird am Freitag (9. Oktober) in Oslo verkündet. Im vergangenen Jahr erhielt die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado die begehrte Auszeichnung - auch wenn sich US-Präsident Donald Trump große Hoffnungen gemacht hatte.

Ob er diesmal eine Chance hat? Wohl eher nicht, als großer Favorit geht Papst Leo ins Rennen, auch dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), dem Internationalen Gerichtshof (IGH) und der UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, werden Chancen ausgerechnet.

Sei LIVE dabei, wenn der oder die diesjährige Preisträger:in bekannt gegeben wird. :newstime überträgt die Verkündung live auf Joyn. Ab 10:25 Uhr kommentieren die Redakteure Simon Traub und Emre Bölükbasi das Geschehen.

Sieh dir die Verkündung des Friedensnobelpreises HIER im Livestream an!


Auch in den News:

Wer den Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften erhält, wird am Montag (12. Oktober) mitgeteilt.

Preis mit etwa einer Million Euro dotiert

Dotiert sind die Auszeichnungen mit zwölf Millionen schwedischen Kronen (rund einer Million Euro) pro Preiskategorie. Verliehen werden die Nobelpreise dann am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember. Außer dem Friedenspreis, der in Oslo übergeben wird, finden alle Verleihungen in Stockholm statt.

Alle Nobelpreisträger 2026 im Überblick

Hier findest du alle Preisträger:innen aus allen Kategorien.

Die Kanadierin Anne Carson war laut Akademie-Sekretärin "überrascht" von ihrer Auszeichnung.

Bild: Mark Lennihan/AP/dpa


+++ Literaturnobelpreis für "kühnes und erfinderisches Werk +++

Update: Anne Carson, Dichterin und Autorin aus Kanada, wird dieses Jahr mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Laut der Schwedischen Akademie in Stockholm erhält die 76-Jährige die Auszeichnung für ihr "kühnes und erfinderisches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat". So formulierte es die Ständige Sekretärin der Akademie, Ingrid Carlberg.

Carlberg berichtete, sie habe kurz mit der Preisträgerin telefonieren können. "Sie war sehr überrascht. Wir hatten nicht viel Zeit zu sprechen, aber sie hat mir erzählt, dass sie gerade in Island ist, um dem Wind zuzuhören."

+++ Chemie-Nobelpreis: Wertvolle Erkenntnis für Arzneien +++

Der Nobelpreis für Chemie geht an den Franzosen Henri B. Kagan sowie den Japaner Kenso Soai "für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese". Dies hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften beschlossen. Bei der Verkündung am Mittwoch (7. Oktober) hieß es, dass die Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln für Chemiker:innen entscheidend seien.

Die Auszeichnung erhalten die beiden Forscher für die Lösung eines chemischen Rätsels: So gibt es bei einigen Molekülen, etwa Aminosäuren, zwei Varianten, die jeweils das Spiegelbild des anderen sind. Allerdings enthalten lebende Organismen nur eines dieser Spiegelbilder. Kagan von der Université Paris-Sud und Soai von der Tokyo University of Science konnten das Geheimnis lüften.

+++ US-Forscher freut sich über Physik-Nobelpreis +++

Der belgisch-amerikanische Teilchenforscher Francis Halzen wird dieses Jahr für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium "IceCube" und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag (6. Oktober) in Stockholm mit.

Bei dem sogenannten "IceCube" handelt es sich um einen Kubikkilometer Gletschereis in der Antarktis, der mit Sensoren ausgestattet ist. "Seine Hartnäckigkeit und wissenschaftliche Vision haben den Weg für eine neue Art der Astronomie geebnet", lobte der Vorsitzende des Physik-Nobelkomitees, Mark Pearce, Preisträger Halzen.

Halzen, Professor an der Universität von Wisconsin in Madison, präsentierte seine Pläne erstmals 1988. Er erkannte, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Neutrinos – oft Geisterteilchen genannt – eignet.

Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel (auf der Folie, von links) werden mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Bild: TT


+++ Zwei Deutsche sichern sich Medizin-Nobelpreis +++

Die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie der US-Forscher Karl Deisseroth erhalten 2026 den Medizin-Nobelpreis. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik, wie das Karolinska-Institut in Stockholm am Montag (5. Oktober) mitgeteilt hat.

Hegemann forscht an der Humboldt-Universität Berlin, Nagel an der Universität Würzburg. Die Forscher erhalten jeweils ein Drittel des Preisgelds von umgerechnet rund einer Million Euro.

Bei Optogenetik handelt es sich um eine Methode, mit der sich Zellen – meist Neuronen – mit Hilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Dabei werden sowohl genetische als auch optische Techniken kombiniert, um gezielt zelluläre Aktivität zu steuern – in lebendem Gewebe und sogar in frei beweglichen Tieren.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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