Ermittler-Angaben
Feuer-Tragödie von Crans-Montana: Kreis der Beschuldigten könnte wachsen
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Crans-Montana: Bar-Betreiber in U-Haft (9. Januar)
Videoclip • 01:43 Min • Ab 12
Wer ist für das Feuerinferno in Crans-Montana mitverantwortlich? Kritiker:innen fordern eine unabhängige Untersuchung – geraten weitere Menschen ins Visier der Ermittler:innen?
Das Wichtigste in Kürze
Der Kreis der Beschuldigten im Fall des Feuerinfernos von Crans-Montana könnte sich vergrößern.
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, sich vorzubehalten, das Verfahren auszuweiten.
Der Bar-Betreiber Jacques Moretti befindet sich weiter in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis könnte den Kreis der Beschuldigten im Fall des verheerenden Brandes in Crans-Montana ausweiten, wie die Behörde mitteilte. Bei dem Feuerinferno in der Silvesternacht waren in der Bar Le Constellation 40 Menschen ums Leben gekommen und 116 weitere größtenteils schwer verletzt worden.
Derzeit laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der Bar-Betreiber Jacques Moretti befindet sich in Untersuchungshaft, während seine Frau Jessica auf freiem Fuß ist.
"Derzeit gelten ausschließlich die Betreiber als beschuldigte Personen", teilt Staatsanwältin Beatrice Pilloud mit. "Die Staatsanwaltschaft behält sich jedoch ausdrücklich vor, das Verfahren auf alle Personen auszuweiten, deren strafrechtliche Verantwortung in Betracht gezogen werden könnte."
Fehlende Brandschutzkontrollen
Ein zentraler Aspekt der Ermittlungen betrifft den Brandschutz in der Unglücksbar. Die Gemeinde Crans-Montana hat eingeräumt, dass die eigentlich vorgeschriebenen Brandschutzkontrollen in der Bar seit 2019 nicht mehr durchgeführt wurden. Bei früheren Inspektionen wurden laut dem Schweizer Sender RTS mehrere Brandschutzmängel festgestellt, deren Behebung offenbar nie überprüft wurde.
Etwa 130 Zivilkläger:innen
Nach ersten Erkenntnissen haben funkensprühende Partyfontänen beim Feiern Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Rund 80 Besucher:innen überlebten das Inferno mit schweren Brandwunden, die teilweise monate- oder jahrelange Behandlungen erfordern.
Etwa 130 Opfer und Angehörige haben sich als Zivilkläger:innen registriert und werden von rund 50 Anwält:innen vertreten, wie Pilloud berichtet.
Kritik an lokalen Ermittlungen und "Walliserei"
Aufgrund der engen Verflechtungen in den kleinen Gemeinden des Kantons Wallis, wo sich viele Amtsträger:innen kennen und über Parteizugehörigkeiten vernetzt sind, wurde die Gefahr von Vetternwirtschaft und Filz genannt - im lokalen Sprachgebrauch als "Walliserei" bekannt.
Kritiker:innen fordern daher, dass die Ermittlungen von einem Sonderstaatsanwalt von außerhalb des Kantons geführt werden sollten. Staatsanwältin Pilloud weist diese Forderung zurück und betont, es gebe weder objektive noch rechtliche Gründe dafür.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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