Angespannte Lage
Eier-Alarm vor Ostern: Droht 2026 ein Engpass in deutschen Supermärkten?
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
Ostern: Bundesbürger sparen lieber
Videoclip • 01:39 Min • Ab 12
Leere Regale, hohe Nachfrage, kranke Tiere: Kurz vor Ostern fragen sich viele, ob Eier knapp werden. Zwei Geflügelkrankheiten setzen Produzenten zusätzlich unter Druck und sorgen für Unruhe im Handel.
Kurz vor Ostern wächst die Sorge vieler Verbraucher:innen: Reichen die Eier für das Fest? Die Lage am Eiermarkt ist derzeit angespannt. In mehreren Regionen Deutschlands standen Kund:innen zuletzt teils vor leer geräumten Regalen, einzelne Sorten waren vorübergehend nicht verfügbar. Händler betonen zwar, die Versorgung sei grundsätzlich gesichert – räumen aber ein, dass es punktuell zu Engpässen kommen könne.
Auch in den News:
Branche spricht von "angespanntem Markt" – hohe Nachfrage trifft auf sinkendes Angebot
Vor allem große Handelsketten weisen auf Lieferschwierigkeiten hin, einzelne Märkte konnten zeitweise nur ein eingeschränktes Sortiment anbieten. Sprecher:innen verschiedener Händler erklärten, man reagiere mit Umlagerungen und täglicher Belieferung, um die Situation rasch zu entspannen. Dennoch bleibt die Branche vorsichtig: Die Kombination aus hoher Nachfrage und reduzierten Tierbeständen stelle eine Herausforderung dar.
Kaufland sagte dazu: "Sollte es bei einzelnen Artikeln zu kurzzeitigen Lieferverzögerungen kommen, sorgt unsere tägliche Belieferung dafür, dass die Regale schnellstmöglich wieder aufgefüllt werden."
Der Appetit auf Eier wächst seit Jahren. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft wurden 2025 pro Kopf durchschnittlich 252 Eier verzehrt – erneut mehr als im Jahr zuvor. Besonders zu Ostern zieht die Nachfrage stark an: Marktforscher:innen von YouGov ermittelten, dass im März und April rund 14 Prozent mehr Eier gekauft würden als in anderen Monaten. Gleichzeitig sinkt jedoch das Angebot. Expert:innen führen dies auf den Abbau bestimmter Haltungsformen sowie auf Seuchen zurück.
Besonders schwer wiegt das Wiederauftreten der Newcastle Disease, die in Deutschland zuletzt vor rund 30 Jahren eine Rolle gespielt hat. In Brandenburg und Bayern wurden Millionen Tiere getötet, um die hochansteckende Krankheit einzudämmen. Zusammen mit der Vogelgrippe hat Deutschland dadurch laut Bundesverband Ei rund vier Prozent seiner Legehennen verloren. Für Menschen sei das Virus zwar ungefährlich, für die Produktion jedoch ein massiver Einschnitt – gerade in einer Phase hoher Nachfrage.
Importe bleiben unverzichtbar und die Preise vorerst stabil
Deutschland kann seinen Eierbedarf schon länger nicht vollständig selbst decken. Nur rund 72 Prozent des Konsums stammen aus heimischer Produktion, der Rest wird vor allem aus den Niederlanden und Polen importiert. Trotz der angespannten Marktlage müssen Verbraucher:innen vor Ostern jedoch nicht mit spürbaren Preisaufschlägen rechnen. Branchenexperten erklärten, dass bestehende Jahresverträge Preissprünge kurzfristig abfedern. Mittel- bis langfristig können steigende Preise aber erneut zum Thema werden, vor allem, weil Produzent:innen und Lebensmittelhandel im Spätsommer über neue Lieferverträge verhandeln.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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