Angriffskrieg
Vier Jahre nach dem Massaker von Butscha: EU-Außenminister gedenken in der Ukraine der Opfer
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Gedenken an Befreiung Butschas
Videoclip • 41 Sek • Ab 12
Mit Kerzen und stiller Anteilnahme erinnern die EU-Außenminister an die Schrecken von Butscha. Was macht diesen Ort zum Symbol für russische Verbrechen in der Ukraine?
Die Außenminister der EU-Staaten haben bei einem Besuch in der Ukraine der Opfer des Massakers von Butscha vor vier Jahren gedacht. An der Zeremonie nahmen auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teil. Sie stellten mit ihren Kolleg:innen Kerzen vor eine Gedenkwand.
Die Kleinstadt Butscha nordwestlich der Hauptstadt Kiew war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete Zivilist:innen gefunden – manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen.
Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod Dutzender Zivilist:innen. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen trotz der Gegenbeweise von einer Inszenierung.
Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote Zivilist:innen registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als 1.300 – darunter mehr als 700, die erschossen wurden.
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