Nordrhein-Westfalen
Drama in Dormagen: Zwölfjähriger soll 14-jährigen Yosef getötet haben
Aktualisiert:
von Michael ReimersEinsatzkräfte arbeiten an einem Waldgebiet bei Dormagen.
Bild: Vincent Kempf/dpa
Ein Kind wird laut Polizei verdächtigt, den 14-jährigen Yosef in Dormagen getötet zu haben. Es soll sich um einen Zwölfjährigen handeln.
Das Wichtigste in Kürze
Der 14-jährige Yosef wurde in Dormagen laut dpa-Informationen von einem Zwölfjährigen getötet.
Die Polizei hatte mitgeteilt, ein Kind sei tatverdächtig.
Die Rechtsmedizin hatte bestätigt, dass der 14-Jährige umgebracht wurde.
Wie die Polizei mitteilte, ist nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf ein Kind tatverdächtig. Aus Gründen des Persönlichkeits- und Jugendschutzes erteilten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine weiteren Auskünfte, hieß es.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) handelt es sich um einen zwölf Jahre alten Jungen mit deutscher Nationalität.
Schon seit mehreren Tagen treibt die Mordkommission "Waldsee" die Ermittlungen zum Tod des Jugendlichen voran. Nach Angaben der Behörden starb Yosef an Stich- und Schnittverletzungen. Dies habe die Obduktion ergeben.
Ende Januar war die Leiche des 14-jährigen Yosef an einem See in Dormagen von einem Spaziergänger gefunden worden. Rund 2.000 Menschen hatten laut Polizeiangaben bei einem Trauerzug am vergangenen Wochenende ihr Beileid ausgedrückt. Eine öffentliche Trauerfeier für den Jungen aus Eritrea soll am Freitag (6. Februar) stattfinden. Im Anschluss wird Yosef im Familienkreis beerdigt.
Bestürzung bei Fußballverein und Stadt
"Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht", trauerte der Fußballverein um den Teenager.
Bestürzt hatte sich auch die Stadt Dormagen gezeigt. Seit dem Jahr 2018 habe der Junge in einer städtischen Unterkunft gelebt. Die Stadt teilte mit, er sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen und hätte eine städtische Schule besucht.
Auch in den News:
Zuletzt am Mittag lebend gesehen
Zuletzt war Yosef am Mittag des 28. Januars lebend gesehen worden. Gegen 17 Uhr hatte ein Spaziergänger dann seine Leiche entdeckt. Nach übereinstimmenden Medienangaben von Reporter:innen, die mit der Mutter des Jungen sprachen, habe dieser ihr gesagt, nur kurz zu seinem Schützenverein zu gehen.
Bis in die Nacht sowie am Folgetag suchten und sicherten Ermittler:innen Spuren am Fundort der Leiche. Staatsanwältin Janne Jakobek erklärte, für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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