Pendler aufgepasst
Bis zu 80 Minuten mehr Fahrzeit auf Bahnstrecke Hannover-Berlin: Was Pendler wissen müssen
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von Emre Bölükbasi:newstime
DB will 90-Prozent-Pünktlichkeit erreichen (25. Mai)
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Ab Oktober beginnt die Generalsanierung auf einer der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands. Pendler und Reisende brauchen deutlich mehr Zeit – und Geduld.
Das Wichtigste in Kürze
Die Deutsche Bahn saniert die Strecke Berlin-Hannover grundlegend – ab Oktober müssen sich Reisende auf bis zu 80 Minuten längere Fahrzeiten einstellen.
Der Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Fallersleben wird in mehreren Phasen bis Dezember 2027 komplett gesperrt.
Dafür werden auf der 221 Kilometer langen Strecke über 175 Weichen und 260 Kilometer Gleise erneuert.
Die Deutsche Bahn nimmt sich eine ihrer zentralen Verkehrsadern vor: Von Oktober 2026 bis Dezember 2027 wird die Verbindung zwischen Berlin und Lehrte bei Hannover grundlegend saniert. Für Reisende bedeutet das erhebliche Einschränkungen – die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 80 Minuten. Statt der üblichen 100 Minuten müssen Fahrgäste zwischen den beiden Hauptbahnhöfen künftig deutlich mehr Zeit einplanen.
Komplexes Baustellenpuzzle über 15 Monate
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Phasen mit unterschiedlichen Auswirkungen. In der ersten Phase von Oktober bis Dezember 2026 wird der Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Fallersleben bei Wolfsburg komplett gesperrt. Die Fernzüge nehmen dann Umwege über Braunschweig und Magdeburg, wo sie abwechselnd halten. Auch internationale Verbindungen sind betroffen: Die Züge zwischen Amsterdam und Berlin werden über Hamburg umgeleitet, was die Reisezeit um etwa 70 Minuten verlängert.
Nach einer kurzen Pause im Januar 2027 folgt von Februar bis Juli eine Totalsperrung zwischen Lehrte und Fallersleben. Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 fahren die Fernzüge in unterschiedliche Richtungen über verschiedene Routen: Richtung Hannover über Wolfsburg, Richtung Berlin weiterhin über Magdeburg. Im gleichen Zeitraum 2027 wird der Abschnitt Berlin-Spandau bis Fallersleben erneut komplett gesperrt.
Auch in den News:
Regionalverkehr mit Ersatzbussen
Auch Pendler:innen im Nahverkehr müssen sich umstellen. Von Anfang Oktober bis Mitte Dezember 2026 fallen die Linien RE4 und RB21 abschnittsweise aus oder werden umgeleitet. Wo keine Regionalzüge fahren können, setzt die Bahn purpurfarbene Ersatzbusse ein. Kernstück des Ersatzkonzepts sind zwei Expressbuslinien zwischen Stendal und Genthin sowie zwischen Stendal, Rathenow und Nauen, die Anschluss an andere Regionalexpresslinien bieten.
Nach der ersten Sperrung Mitte Dezember kann der Regionalverkehr trotz weiterlaufender Bauarbeiten wieder verkehren – dank der Elektrifizierung der sogenannten Lehrter Stammbahn zwischen Rathenow und Stendal.
Mammutprojekt für mehr Zuverlässigkeit
Mit 221 Kilometern ist die Strecke Lehrte-Berlin nach Hamburg-Berlin die zweitlängste Achse im Generalsanierungsprogramm der Bahn. Täglich rollen hier mehr als 400 Nah- und Fernverkehrszüge sowie etwa 90 Güterzüge. Während der Sanierung werden mehr als 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise und 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert. Zusätzlich sollen 25 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut werden.
Die Fahrpläne für die erste Bauphase bis zum 12. Dezember 2026 können Reisende ab Ende Juni im DB Navigator oder in den Apps der Verkehrsverbünde einsehen.
Das Konzept der Generalsanierungen mit längeren Sperrungen gilt angesichts des schlechten Zustands der Schieneninfrastruktur als alternativlos – im Vergleich zu Bauarbeiten während des laufenden Betriebs können so deutlich umfangreichere Modernisierungen umgesetzt werden.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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