Warnung
Blaualgen-Verdacht an Ostsee: Behörde warnt vor dem Baden
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Bakterien in der Ostsee: 2 Todesfälle
Videoclip • 01:31 Min • Ab 12
Ausgerechnet im Hochsommer gibt es eine Badewarnung an der Ostsee: Westlich von Warnemünde wurde ein Algenteppich entdeckt. Die Behörden raten dazu, das Wasser in mehreren Strandabschnitten zu meiden.
Das Wichtigste in Kürze
Vor Warnemünde wurde ein Algenteppich entdeckt.
Es besteht der Verdacht auf Blaualgen.
In mehreren Strandabschnitten wird vom Baden abgeraten.
Wer derzeit an der Ostsee bei Warnemünde ins Wasser möchte, sollte in einem Teil des Strandes besser an Land bleiben. Die Hansestadt Rostock warnt vor einem Algenteppich, der westlich des beliebten Urlaubsortes beobachtet wurde.
Nach Angaben der Behörden könnten Wind oder Strömung die Algen in Richtung Küste treiben. Betroffen ist ein rund zwei Kilometer langer Strandbereich. Noch steht nicht abschließend fest, um welche Algenart es sich handelt. Die Behörden halten es jedoch für möglich, dass es sich um Blaualgen handelt.
Diese Strandabschnitte sind betroffen
Das Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz informiert über die betroffenen Bereiche: "In der Ostsee westlich von Warnemünde wurde ein Algenteppich beobachtet. Darüber informiert das Amt für Brandschutz/Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Betroffen sind die Strandabschnitte 30 bis 36 – etwa vom Neuen Friedhof Warnemünde aus in westlicher Richtung."
Für Badegäste bedeutet das vorerst: Das Wasser in diesem Bereich besser meiden. Das Amt empfiehlt ausdrücklich, "in diesem Bereich derzeit nicht zu baden und Hautkontakt mit den Algen zu vermeiden".
Kinder und Hunde sollen besonders geschützt werden
Besondere Vorsicht gilt für Kinder und Hunde. Hunde sollten das betroffene Ostseewasser zudem nicht trinken. Blaualgen sind genau genommen Cyanobakterien. Einige Arten können Stoffe bilden, die gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Bei Kontakt können beispielsweise Hautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten. Wird belastetes Wasser verschluckt, sind unter anderem Magen-Darm-Beschwerden möglich. In schweren Fällen können weitere gesundheitliche Probleme auftreten.
Auch in den News:
Auch in Graal-Müritz wurden grüne Algenteppiche gesichtet
Auch rund 15 Kilometer entfernt sorgt das Thema für Aufmerksamkeit. Strandbesucher:innen meldeten am Wochenende in Graal-Müritz östlich von Warnemünde ebenfalls grüne Algenteppiche. Für diesen Küstenabschnitt liegt den Angaben zufolge bislang allerdings keine entsprechende Badewarnung vor.
Verwendete Quellen:
Bild: "Algen-Invasion an beliebtem Ostsee-Strand"
Nachrichtenagentur dpa
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