Nach langem Drama

Buckelwal Timmy wird zu Biodiesel! So werden jetzt die Überreste verwertet

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Wal Timmy: Weibchen gibt Rätsel auf (5. Juni)

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


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Nach wochenlangem Drama landet der verendete Buckelwal Timmy in einer Industrieanlage. Was jetzt mit dem Kadaver des Meeressäugers geplant ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Buckelwal Timmy endet in einer dänischen Verwertungsfabrik.

  • Sein Körper wird zu Biodiesel und zu einer Art Mehl verarbeitet, während kostbare Skelettteile für die Wissenschaft erhalten bleiben.

  • Nach monatelangem Rettungsdrama und umstrittener Transportaktion bleibt die Todesursache des Tieres ungeklärt.

Der Buckelwal Timmy, der monatelang die Gemüter in Deutschland und Dänemark bewegte, hat seine letzte Station erreicht: eine Verwertungsfabrik in Randers. Dort zerlegt das Unternehmen Daka Dänemark den Kadaver des Tieres. Die Obduktion des gigantischen Tieres war erst vor kurzem durchgeführt worden.

Der Verwertungsprozess folgt einem nüchternen Schema: Zunächst trennen die Mitarbeiter:innen die sterblichen Überreste in drei Komponenten. Das Wasser wird aufbereitet und fließt zurück in den Fjord. Die Fettschicht des Meeressäugers – einst Energiereserve für weite Wanderungen – wird zu Biodiesel umgewandelt. Knochen, Sehnen und Haut landen als Mehl in einer Zementfabrik, wo sie als Brennstoff dienen.

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Manche Knochen landen im Museum

Nicht alles verschwindet jedoch in der industriellen Verwertung. Ausgewählte Skelettteile – darunter eine Brustflosse, fünf Rückenwirbel, ein Schulterblatt und das Zungenbein – wurden bereits am Freitag (5. Juni) zur Sammlung des Naturhistorischen Museums nach Kopenhagen gebracht. Für die Forschung sind solche Funde wertvoll, da Buckelwale in ihrem natürlichen Lebensraum schwer zu untersuchen sind, wie die dänische Biologin Charlotte Bie Thøstesen erklärte.

Die mehrstündige Obduktion am Strand der Urlaubsinsel Anholt hatte vergangene Woche das Geschlecht des Tieres geklärt, die Todesursache blieb jedoch im Dunkeln. Weder Verletzungen noch Netze im Maul wurden entdeckt – lediglich Parasiten, die aber nicht für den Tod verantwortlich waren. Der stark verweste Zustand des Kadavers erschwerte die Untersuchung erheblich. Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann zeigte sich unterdessen irritiert von den Obduktionsergebnissen. Was Lehmann kritisiert, liest du hier. 

Auch in den News:

Trackerdaten Timmys werden ausgewertet

Das Tier war erstmals Ende März vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative transportierte das geschwächte Tier Ende April gegen den Rat von Fachleuten mit einem Lastschiff Richtung Nordsee und setzte es dort aus. Wochen später wurde der Wal tot vor Anholt angespült.

Die an dem Tier angebrachten Trackerdaten liegen inzwischen vor und werden ausgewertet. Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern kündigte an, die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse zu informieren, sobald die Analyse abgeschlossen ist.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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