Hoffnung auf Regen

Brand im Müritz-Nationalpark: 400 Helfer kämpfen gegen die Flammen – auf munitionsverseuchtem Boden

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von Christopher Schmitt

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Feuerwehr: Was ist der Unterschied zwischen freiwillig und beruflich?

Videoclip • 01:37 Min • Ab 12


Munition im Boden und Funkenflüge erschweren den Kampf gegen das Feuer: Der Landrat spricht von einem "langwierigen Einsatz" im Müritz-Nationalpark. Hoffnung macht das Wetter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Müritz-Nationalpark stemmen sich rund 400 Helfer:innen gegen einen Großbrand – auf sprengstoffbelastetem Boden.

  • Eine Fläche von 318 Hektar brennt in Mecklenburg-Vorpommern.

  • Möglicher Niederschlag am Freitag (17. Juli) könnte den Einsatzkräften in die Hände spielen.

Es ist ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit: Im Müritz-Nationalpark stemmen sich rund 400 Einsatzkräfte gegen einen Flächenbrand, der sich auf einem munitionsverseuchten Ex-Militärgelände immer weiter ausbreitet. Die Flammen haben mittlerweile eine Fläche von 318 Hektar erfasst – das entspricht mehr als 445 Fußballfeldern. Starker Wind treibt das Feuer vor allem nach Süden und Osten.

Die Lage ist hochgefährlich: Immer wieder erschüttern heftige Detonationen das Gebiet, darunter Explosionen von panzerbrechender Munition. Wegen der Sprengstoffbelastung müssen die Feuerwehrleute einen Sicherheitsabstand von mindestens 1.000 Metern einhalten – am Boden wie in der Luft. "Da große Teile des Gebietes nicht betreten werden können, müssen wir uns auf einen langwierigen Einsatz einstellen", warnte Landrat Thomas Müller (CDU).

Seit Donnerstagvormittag (16. Juli) unterstützen drei Bundeswehr-Hubschrauber die Löscharbeiten. Zwei Maschinen vom Typ CH-53 können jeweils bis zu 5.000 Liter Wasser transportieren und betanken sich aus dem Granziner See, dem Käbelicksee und dem Pagelsee. Doch Müller dämpfte übertriebene Erwartungen: "Sie sind auch kein Allheilmittel."

Der Ortsteil Granzin mit etwas mehr als 100 Einwohner:innen wurde vorsorglich evakuiert. Krienke ist derzeit nicht betroffen. Hilfe kommt aus mehreren Bundesländern: Aus Bayern machten sich 36 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen und 72 Kreisregnern auf den Weg, aus Sachsen und Brandenburg treffen weitere Bewässerungsgeräte ein.

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Till Backhaus: Einsatzkräfte verdienen "größten Respekt"

Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) würdigte den Einsatz der Helfer:innen, von denen sich rund 80 Prozent ehrenamtlich engagieren: Die Einsatzkräfte leisteten seit Tagen unter schwierigsten Bedingungen Außergewöhnliches. "Dafür verdienen sie unseren größten Respekt." Der Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte habe oberste Priorität.

Alle Blicke richten sich nun auf den Himmel: Ab Freitagnachmittag (17. Juli) besteht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die "berechtigte Hoffnung" auf Niederschlag. In der Spitze könnten bis zu 40 Liter pro Quadratmeter und Stunde fallen – für die Brandbekämpfung wäre das ein Segen. Doch es gibt auch ein Risiko: Sollten die Gewitter ohne Regen vorbeiziehen, könnte böiger Wind die Lage weiter verschärfen.

Leiter des Nationalparks warnt vor Funkenflug

Ulf Zimmermann, Leiter des Müritz-Nationalparks, mahnte: "Solange die Windverhältnisse stabil bleiben und keine starken Böen auftreten, verbessert das unsere Einsatzmöglichkeiten. Problematisch wird es immer dann, wenn böiger Wind Funkenflug verursacht und neue Brandherde entstehen."

Der Brand war am Montag (13. Juli) gemeldet worden. In Mecklenburg-Vorpommern gelten rund 60.000 Hektar Wald – etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche – als munitionsbelastet, davon 28.400 Hektar in der höchsten Gefährdungskategorie.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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