Astronomie

Augusthimmel mit Sonnenfinsternis, Perseiden und fast rotem Mond

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Sonnenfinsternis: hier lässt sie sich beobachten

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


Der August bringt ein seltenes Himmelsprogramm mit Sonnenfinsternis, Sternschnuppen und Mondfinsternis. Besonders die Perseiden könnten in diesem Jahr außergewöhnlich gut zu sehen sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 12. August ist in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, in Teilen Europas sogar eine totale.

  • Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ihr Maximum – diesmal bei besonders guten Bedingungen ohne Mondlicht.

  • Am 28. August folgt noch eine partielle Mondfinsternis, die in Deutschland in ihrer ersten Hälfte sichtbar sein wird.

Der August wird für Himmelsbeobachter:innen ein besonderer Monat. In Europa steht am 12. August eine totale Sonnenfinsternis an. Auch von Deutschland aus wird das Ereignis zu sehen sein – allerdings nur in seiner partiellen Phase. Je nach Ort werden hierzulande 84 bis 92 Prozent der Sonne vom Neumond bedeckt. Für viele Menschen beginnt die Finsternis gegen 19.20 Uhr und endet gegen 21.00 Uhr bei Sonnenuntergang.

Die Zone der totalen Verfinsterung verläuft über die Arktis, den Nordatlantik, Grönland, Island und Spanien bis zu den Balearen und ins westliche Mittelmeer. In Deutschland wird die Sonne also nicht ganz verschwinden. Trotzdem ist das Ereignis besonders, auch weil eine totale Sonnenfinsternis von Deutschland aus sehr lange nicht mehr zu sehen sein wird. Erst am 3. September 2081 soll in der äußersten Südwestecke Deutschlands wieder eine totale Verfinsterung sichtbar sein.


Sonnenfinsternis nur mit Schutz ansehen

Wichtig ist dabei vor allem eines: Niemand sollte direkt und ungeschützt in die Sonne schauen. Expert:innen warnen laut dpa ausdrücklich davor, das Ereignis "ohne spezielle Sonnenfinsternisbrille" zu beobachten. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Gerade für Kinder wird deshalb die Projektionsmethode empfohlen, bei der das Sonnenbild etwa mit einer Lochkamera oder einem kleinen Spiegel auf eine helle Fläche projiziert wird.

Fast zeitgleich folgt schon das nächste Himmelsspektakel. Der Meteorstrom der Perseiden erreicht zwischen dem 9. und 13. August seine stärkste Phase. Der Höhepunkt wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet. Dann könnten bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden. Besonders günstig ist in diesem Jahr, dass kein störendes Mondlicht die Beobachtung überlagert. Die besten Chancen gibt es zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens.

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Auch der Mond wird im August zum Ereignis

Am 28. August folgt dann noch eine partielle Mondfinsternis. Sie ist von Deutschland aus in ihrer ersten Hälfte zu sehen. Zum Höhepunkt um 6.13 Uhr wird der Vollmond mit 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde stehen – also fast vollständig verfinstert sein. Der Eintritt in den Kernschatten beginnt um 4.34 Uhr, der Austritt endet um 7.52 Uhr. Kurz nach der Mitte der Finsternis geht der Mond allerdings bereits unter.

Auch bei den Planeten lohnt sich der Blick nach oben. Venus bleibt zunächst Abendstern, verschwindet aber gegen Monatsende immer früher. Saturn zeigt sich am späten Abend im Osten und wird im Lauf des Monats immer besser sichtbar. Merkur, Mars und später auch Jupiter stehen am Morgenhimmel. Vor allem die Begegnung von Merkur und Jupiter am 15. August dürfte für Beobachter:innen interessant sein.

Wer einen dunklen Himmel ohne Stadtlicht findet, kann zudem die sommerliche Milchstraße sehen. Dazu kommen bekannte Sternbilder wie das Sommerdreieck mit Wega, Deneb und Atair. Der August bietet damit nicht nur ein einzelnes Highlight, sondern ein fast durchgehendes Himmelsprogramm – von der Sonne über Sternschnuppen bis hin zum Mond.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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