Vier Menschen getötet

Amoklauf an Grundschule in den USA: Täter wird von Anwohner erschossen

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland (20. März)

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Ein 16-Jähriger erschießt mutmaßlich drei Kinder und eine Lehrkraft an einer US-Grundschule. Dann stoppt ein mutiger Anwohner den Amoklauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • In den USA soll ein Jugendlicher vier Menschen in einer Grundschule erschossen haben.

  • Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

  • Der Täter soll alleine gehandelt haben, sein Motiv ist nicht bekannt.

Ein 16-jähriger Amokläufer soll in den USA in kürzester Zeit drei Kinder und eine Lehrkraft an einer Grundschule erschossen haben – dann wurde er von einem Anwohner getötet. Das teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz in der Stadt Bend im US-Bundesstaat Oregon mit.

Auch in den News:

Schießerei dauerte nur wenige Minuten

Die Gewalttat dauerte nur kurz. Der erste Notruf wurde am Donnerstag (15. Oktober) um 12:59 Uhr (Ortszeit) abgesetzt. Wenig später, um 13:02 Uhr, traf ein Polizist an der Silver Rail Elementary School ein und bestätigte den Tod des mutmaßlichen Angreifers.

Innerhalb weniger Minuten tötete der jugendliche Schütze die Kinder im Alter von fünf, acht und elf Jahren sowie eine Lehrkraft. Er soll mit einer Langwaffe auf sie geschossen haben. Zudem verletzte er ein siebenjähriges Kind und eine 54-jährige Lehrerin lebensgefährlich. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit.

An der Silver Rail Elementary School im US-Bundesstaat Oregon tötete ein Jugendlicher mutmaßlich vier Personen.

Bild: AP Photo/Joe Kline


Täter verschaffte sich gewaltsam Zutritt

Im ersten Notruf bei der Polizei meldete ein Autofahrer, dass jemand auf sein Fahrzeug geschossen habe. Viele weitere Anrufer:innen meldeten anschließend, dass sich ein Amokläufer in der Schule befinde und angefangen habe zu schießen. Laut Polizei hatte der Verdächtige auf verschlossene Türen geschossen, um so gewaltsam in die Grundschule einzudringen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften sei anschließend ausgerückt.


Schütze handelte allein

Der Jugendliche handelte nach Informationen der Behörden allein und stammte aus der Stadt. Ob er früher selbst auf die Grundschule ging oder seine Opfer kannte, bleibt offen – noch kennt die Polizei sein Motiv nicht. Auch Details zu seiner Waffe wurden nicht genannt.

Über 400 Kinder besuchten die Grundschule

Alle anwesenden Schüler:innen wurden mit Bussen zu einer Kirche gefahren, wo sie ihre Eltern und auch Betreuer trafen. Die Grundschule in Bend besuchen nach Polizeiangaben zwischen 400 und 450 Kinder. Für sie und ihre Familien sowie Anwohner:innen wurde laut dem Schulleiter ein Krisenzentrum in der örtlichen Bibliothek eingerichtet. Hunderte Menschen hielten am Abend im Park der Stadt eine Mahnwache ab.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken