Klima

Sturm und Hagel: Nirgends so viele Schäden wie im Saarland

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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UN warnt vor dauerhaftem Klima-Overshoot (2. September)

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Rund 13.000 Schadensfälle zählten die Versicherer im kleinsten Flächenland – fünfmal so viele je Vertrag wie in Bayern. Der Branchenverband GDV rechnet damit, dass sich die Klimaschäden bis 2050 mindestens verdoppeln.

Kein Bundesland war 2025 so stark von Sturm- und Hagelschäden betroffen wie das Saarland. Auf 1.000 versicherte Verträge kamen dort 20,4 Schäden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mitteilte. Das ist doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt von 10,2. Insgesamt registrierten die Versicherer im kleinsten Flächenland rund 13.000 solcher Schadensfälle. Den zweithöchsten Wert meldete Brandenburg mit 16,0 Schäden je 1.000 Verträge. Am niedrigsten liegt die Quote in Bayern: Dort waren es 3,7 – im Saarland traten Schäden damit mehr als fünfmal so häufig auf.

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GDV: Schäden könnten sich bis 2050 verdoppeln

"Wir Versicherer gehen davon aus, dass sich die Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln können", sagte die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. Um das einzudämmen, fordert der Verband gesetzliche Vorgaben für risikobewusstes Bauen: einen Baustopp in Überschwemmungsgebieten, die gezielte Entsiegelung von Flächen und eine Klima-Gefährdungsbeurteilung bei Baugenehmigungen. Zusätzlich schlägt der GDV vor, allen Hausbesitzern einen Elementarschutz automatisch in den Vertrag zu schreiben, dem sie aber widersprechen können.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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