Harmlos für den Menschen
Warum Silberfischchen auftauchen und wie man sie vertreibt
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Groß wie eine Katze: Neues Rieseninsekt entdeckt (2. August 2025)
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Wer nachts im Bad das Licht einschaltet, entdeckt sie oft zuerst: Silberfischchen huschen über den Boden und verschwinden in Ritzen. So wird man die unliebsamen Gäste los.
Das Wichtigste in Kürze
Sie glänzen silbern, bewegen sich blitzschnell und meiden das Tageslicht: Silberfischchen.
Sie gehören zu den häufigsten ungeliebten Gästen in Bad und Küche.
Wer sie dauerhaft loswerden will, muss vor allem ihre Lebensbedingungen verändern.
Silberfischchen werden häufig als Schädlinge wahrgenommen, obwohl sie für Menschen weitgehend harmlos sind. Die Tiere greifen niemanden an, verbreiten nach den vorliegenden Informationen keine Krankheiten und verursachen normalerweise keine direkten gesundheitlichen Schäden. Problematisch werden sie vor allem durch ihre Nahrung. Die Insekten bevorzugen stärke- und zuckerhaltige Stoffe, können aber auch Zellulose verwerten, wie das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schreibt. Deshalb finden sie in Tapeten, Buchseiten, Papier, Karton, Textilien und Verpackungen geeignete Nahrungsquellen. Auch Mehl, Müsli und andere Vorräte können betroffen sein.
Silberfischchen gelangen meist durch kleine Ritzen, undichte Fugen oder Spalten unter Türen in die Wohnung. Manchmal werden sie auch unbemerkt in Kartons, Einkaufstaschen oder anderen Gegenständen eingeschleppt. Ausgewachsene Silberfischchen werden meist etwa 10 bis 12 Millimeter lang. Sie können mehrere Jahre alt werden und häuten sich während ihres Lebens regelmäßig. Ein kleiner Bestand bleibt häufig unbemerkt. Silberfischchen sind vor allem nachts aktiv und ziehen sich bei Licht sofort zurück.
Silberfischchen mögen es feucht und warm
Sie fühlen sich besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen wohl. Deshalb treten sie häufig in Bädern, in schlecht gelüfteten Räumen oder bei feuchten Wänden auf. Wenn sie regelmäßig in mehreren Räumen anzutreffen sind, kann das jedoch auf eine größere Population hindeuten. Weibchen legen je nach Art zahlreiche Eier, die in Ritzen und Spalten schwer zu entdecken sind. In Privathaushalten halten sich die Folgen meist in Grenzen. In Archiven, Bibliotheken, Lagerräumen und Unternehmen können die Tiere hingegen einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen.
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So wird man Silberfischchen wieder los
Eine frühe Reaktion verhindert meist größere Probleme. Betroffene Bereiche sollten trocken gehalten, Papierwaren kontrolliert und Lebensmittel verschlossen gelagert werden. Fallen helfen bei der Beobachtung. Um Silberfischchen zu vertreiben, sollte man die Räume regelmäßig lüften und die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig halten. Nach dem Duschen empfiehlt es sich, Wasserreste zu entfernen und die Badezimmertür zunächst offen zu lassen. Außerdem sollten Ritzen und Spalten abgedichtet sowie Lebensmittel und Papier möglichst trocken und sauber gelagert werden.
Auch Klebefallen können dabei helfen, die Tiere zu reduzieren. Hausmittel wie Lavendel oder Zedernholz können unterstützend wirken, ersetzen aber keine Ursachenbekämpfung. Ein weiteres Hausmittel ist beispielsweise eine halbierte Kartoffel auf einem Teller. Damit lassen sich Silberfischchen über Nacht anlocken, sodass du sie am nächsten Morgen entfernen kannst. Wenn trotz der Maßnahmen dauerhaft viele Silberfischchen auftreten, sollte man die Ursache der Feuchtigkeit prüfen lassen und gegebenenfalls eine Schädlingsbekämpfung beauftragen.
Verwendete Quellen:
Verbraucherfenster Hessen: Ungebetene Gäste: Was tun gegen Silberfischchen in der Wohnung?
www.hygiene-netzwerk.de/Silberfischchen
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