Horror-Tat in Österreich
Amoklauf an Grazer Schule - mindestens zehn Tote in Österreich
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiNach dem mutmaßlichen Amoklauf an einer Grazer Schule rückten mehrere Einsatzwagen zum Ort des Geschehens aus.
Bild: Erwin Scheriau/APA/dpa
An einem Gymnasium in Graz fallen Schüsse. Die Polizei bestätigte inzwischen zehn Tote.
Bei Schüssen an einer Schule in Österreich sind laut der Polizei zehn Menschen getötet worden. Auch der Täter sei unter den Opfern, schrieb die Polizei Steiermark auf X.
Die Polizei geht eigenen Angaben zufolge von einem Einzeltäter aus. Zu einer Motivlage - also ob es sich möglicherweise um einen Amoklauf handelt, oder die Tat einen politischen Hintergrund hat - teilten die Behörden bislang nichts mit.
Aktuell bestehe jedoch keine Gefahr mehr. "Die Lage ist gesichert", teilte sie auf X mit. Die Schule sei evakuiert worden, alle Personen seien an einem sicheren Ort.
Großeinsatz nach Schüssen
An dem Gymnasium waren am Dienstagvormittag (10. Juni) gegen 10 Uhr Schüsse gefallen, wie die Polizei bestätigte. Spezialeinheiten seien sofort alarmiert worden. Das Gebäude wurde evakuiert, wie die Polizei schrieb. Schüler:innen und Lehrer:innen wurden zu einem sicheren Treffpunkt geleitet.
Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Für die Eltern wurde ein Sammelplatz eingerichtet.
Die Bevölkerung wurde angehalten, den Bereich rund um die Bildungseinrichtung zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte vor Ort Folge zu leisten. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) war nach Angaben der Nachrichtenagentur APA am Vormittag auf dem Weg zum Tatort.
Schüler 14 Jahre und älter
Bei der Schule handelt es sich um ein sogenanntes Bundes-Oberstufenrealgymnasium. An solchen Schulen sind Schüler:innen in der Regel 14 Jahre und älter. Die Schule zeigt auf ihrer Webseite 17 Schulklassen und ein Foto von rund 40 Lehrkräften.
Graz ist mit rund 300.000 Einwohner:innen die zweitgrößte Stadt Österreichs.
Bundeskanzler spricht von "nationaler Tragödie"
Nach der Tragödie herrscht in Österreich Entsetzen. "Der Amoklauf an einer Schule in Graz ist eine nationale Tragödie, die unser gesamtes Land tief erschüttert", schrieb Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker auf der Plattform X. "Durch diese unfassbare Tat wurden Jugendliche plötzlich aus dem Leben gerissen, das sie noch vor sich hatten." Es gebe keine Worte für den Schmerz und die Trauer.
Stocker machte sich nach Bekanntwerden auf dem Weg zum Tatort. Das bestätigte eine Sprecherin des Kanzleramts der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Ministerpräsident der Steiermark Mario Kunasek (FPÖ) hat seine Termine abgesagt und ist dorthin unterwegs. Auch Österreichs Innenminister Gerhard Karner sei auf dem Weg nach Graz.
Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) schrieb auf der Plattform X: "Die Meldungen vom Amoklauf in Graz erschüttern mich zutiefst. Es ist nicht fassbar und unerträglich. Mein Mitgefühl und meine Trauer sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Niemand kann sich das Leid vorstellen, als Mutter dreier Kinder zerreißt es mir das Herz." Auch die EU-Kommission hat Anteil genommen.
"Dieser Horror ist nicht in Worte zufassen"
Österreichs Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen hat sich nach dem Vorfall tief erschüttert gezeigt. "Dieser Horror ist nicht in Worte zufassen", schrieb der Bundespräsident auf X. Es gebe in diesem Moment nichts, was in diesem Moment den Schmerz von Eltern und Großeltern, von Geschwistern, Freunden und Freundinnen lindern könne. "Österreich trauert."
Jetzt sei Zusammenhalt geboten. "Heute und in den schweren Tagen, die kommen, wird unser Land zeigen, dass in diesem Miteinander seine Stärke liegt", so Van der Bellen weiter.
Verwendete Quellen:
Kronen Zeitung: Amoklauf an Schule: Neun Tote, Spitäler überlastet
Nachrichtenagentur dpa
ORF: Mehrere Tote nach Amoklauf an Grazer Schule
Mehr News

Mindestens 40 Menschen tot
Zugunglück in Spanien: Auswärtiges Amt geht von deutschen Opfern aus

Italienischer Modemacher wurde 93 Jahre alt
Trauer um Mode-Ikone: Valentino Garavani ist tot

Bundeskabinett
Bauministerin im Baby-Glück: Verena Hubertz bringt erstes Kind zur Welt

FAQ
"Artemis 2": Was du zum Start der bemannten Mission wissen musst

Herkunft unklar
Rätselhafter Fund im All: Gigantischer Eisenbalken im Ringnebel überrascht Forschende

Treffen von Wirtschaft und Politik
Zölle, Sicherheitsgarantien, Donald Trump: Darum geht es beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Zwölfjähriger schwer verletzt
Drei Attacken in zwei Tagen: Vermehrt Haiangriffe an Sydneys Stränden

Angebliche Behörde
Vorsicht vor Betrugsmaschen: Bundesweit Fake-Anrufe und -Schreiben

Finanzhilfe
E-Auto-Förderung 2026 kommt: Wer sie bekommt und wie hoch sie ist
