Nahostkonflikt
Gesperrte Lufträume wegen Iran-Krieg – Was bedeutet das für Thailand-Reisende?
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
Erste Deutsche aus Nahost zurück
Videoclip • 22 Sek • Ab 12
Raketen am Himmel, gesperrte Lufträume, Evakuierungen: Der Nahostkrieg trifft auch Urlauber:innen. Der erste Evakuierungsflug ist gelandet und viele Reisende fragen sich, was das jetzt für Flüge nach Thailand bedeutet.
Am Donnerstag (5. März) ist der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten in Frankfurt gelandet. An Bord der Maschine aus Maskat im Oman befanden sich mehr als 250 Menschen, die infolge der jüngsten militärischen Eskalation im Nahen Osten festsaßen. Am Flughafen spielten sich emotionale Szenen ab: Erleichterung, Tränen und Geschichten von Tagen voller Ungewissheit.
Eine der Rückkehrer:innen war Francesca Matić aus Rheinland-Pfalz. Die 28‑Jährige war nach einem Urlaub in Sri Lanka plötzlich im Oman gestrandet, weil ihr Rückflug über Doha umgeleitet worden sei. Statt in Katar habe das Flugzeug im Oman landen müssen. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) habe sie sich beim Auswärtigen Amt registriert und kurzfristig einen Platz auf dem Evakuierungsflug erhalten. Große Angst habe sie zwar nicht verspürt, dennoch sei der Wunsch, einfach nur nach Hause zu kommen, immer stärker geworden.
Auch in den News:
Fernreiseverkehr nach Asien ebenso betroffen
Der Konflikt hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf den Nahen Osten, sondern reicht bis in den Fernreiseverkehr nach Asien. Durch den Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran sind im Nahen und Mittleren Osten zahlreiche Lufträume gesperrt, ebenso über der Ukraine.
Das trifft auch Flüge nach Thailand, da viele Verbindungen über Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha führen. Laut Airports of Thailand (AOT) laufe der Betrieb an den thailändischen Flughäfen zwar weitgehend normal, dennoch habe es zwischen dem 28. Februar und dem 1. März Auswirkungen auf 134 Flüge gegeben. Airlines hätten Routen angepasst oder Verbindungen gestrichen.
Besonders betroffen gewesen waren laut AOT der Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok mit 59 gestrichenen Flügen sowie Phuket mit 36 Ausfällen. In Don Mueang und Chiang Mai sind jeweils zwei Flüge entfallen, während Chiang Rai und Hat Yai nicht betroffen waren.
Die Ausfälle betrafen vor allem Verbindungen in den Nahen Osten oder Flüge, die den Luftraum der Region nutzen, unter anderem von Fluggesellschaften wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad. Alle sechs großen Flughäfen blieben jedoch geöffnet, gestrandete Passagier:innen gab es nach Angaben der Betreiber nicht. Teilweise wurden Reisende auf alternative Flüge umgebucht, zusätzliche Serviceangebote stabilisierten die Lage.
Entwarnung kommt zumindest von Thai Airways: Die Fluggesellschaft teilte über die Plattform X mit, dass alle Flüge planmäßig durchgeführt werden. Auf den Strecken zwischen Europa und Thailand würden gesperrte Lufträume umflogen.
Dennoch raten Expert:innen zur Vorsicht. Wer aktuell nach Thailand fliegt oder von dort zurückkehrt, sollte regelmäßig den Flugstatus prüfen – insbesondere bei Verbindungen mit Zwischenstopps im Nahen Osten. Auch ein Blick auf die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes ist sinnvoll, da für Teile Thailands weiterhin eine Reisewarnung gilt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
stuttgarter-zeitung.de: "Wie ist die aktuelle Situation?"
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