Verschollene Flugpionierin

Mysteriöses Verschwinden von Pilotin Amelia Earhart bleibt vorerst ungelöst - doch die Suche geht weiter

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Was passiert bei einer Flugzeugentführung? (14. Oktober)

Videoclip • 04:39 Min • Ab 12


Bei dem Versuch, die Welt zu umrunden, verschwindet die Pilotin Amelia Earhart spurlos. Forscher:innen verfolgten eine neue Spur im Pazifik – und kommen zu einem überraschenden Ergebnis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 1937 wollte Amelia Earhart als erste Frau die Welt umrunden und verschwand spurlos über dem Pazifik.

  • Lange vermuteten Forscher:innen die Überreste ihres Flugzeugs auf dem Nikumaroro-Atoll.

  • Eine neue Expedition widerlegt die Annahme, aber findet neue Hinweise.

In einem silbernen Doppelmotor startete Amelia Earhart 1937 gemeinsam mit ihrem Navigator Fred Noonan zur Weltumrundung. Als erste Frau wollte sie mit ihrem Flugzeug die Erde zu umrunden – und verschwand mitten über dem Pazifik spurlos. Über das Schicksal der damals 39-Jährigen wird bis heute spekuliert: Stürzte sie ins Meer? Oder strandete sie vielleicht auf einer Insel?

Das Schicksal der 1937 verschwundenen Flugpionierin Amelia Earhart bleibt ungeklärt.

Bild: -/Zuma Press/dpa


Diesen Fragen gingen Wissenschaftler:innen der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana nach – an der Universität arbeitete auch Earhart einst als Lehrkraft. Die Forscher:innen reisten gemeinsam mit einem Team der gemeinnützigen Organisation Archaeological Legacy Institute zum winzigen Nikumaroro-Atoll, das sich zwischen Hawaii und Australien befindet. Sie untersuchten die Theorie, dass Earhart auf dieser Insel schiffbrüchig war.

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Auffälliges Objekt nicht Earharts Flugzeug

Auf Satellitenbildern wurde etwas Auffälliges entdeckt – das sogenannte Taraia-Objekt. Die Maße und die Form des Objekts treffen genau auf Earharts Flugzeug zu. Hatte man tatsächlich Earharts Flugzeug entdeckt? Lange wurde angenommen, dass die Reste ihres Doppelmotors in einer Lagune des Nikumaroro-Atolls liegen.

Die vor Ort gesammelten Beweise widerlegen das jedoch: Wahrscheinlich handelt es sich um eine Ansammlung großer Bäume entlang einer Sandbank, teilte die Purdue University mit. Die vermeintlich metallisch glänzende Oberfläche stammt nicht von Earharts Flugzeug, sondern stellte sich als verfestigter Korallensand heraus.


Expedition liefert neue Erkenntnisse

Neue Erkenntnisse über das Verschwinden von Earhart fand die Expedition dennoch. Sieben Tage verbrachten die Forscher:innen in der Nähe des Atolls und entdeckten dabei verschiedene Artefakte, wie ein 76 Zentimeter langes Stahlrohr. Zwar ist das kein eindeutiger Beleg für Earharts Anwesenheit auf der Insel, aber laut Forscher:innen unterstützt es die sogenannte Schiffbrüchigen-Hypothese.

Das spricht für die Schiffbrüchigen-Hypothese

Demnach strandeten Earhart und ihr Navigator auf dem Riff des Nikumaroro-Atolls und stürzten nicht direkt ins Meer ab. Auf der Insel wurden bereits ein Damenschuh, ein Etui, ein Gefäß für Sommersprossencreme und eine Arzneiflasche aus den 1930er-Jahren gefunden. Außerdem sprechen historische Funkpeilungen, Fotos und Satellitenbilder für die Theorie.

Zudem wurden dort im Jahr 1940 auch menschliche Knochen entdeckt. Laut einer Analyse aus 2018 könnten sie von einer Frau mit Earharts Körpergröße stammen.


Universität will Suche nicht aufgeben

Die Purdue University möchte ihre Suche auf keinen Fall abbrechen. "Amelia Earhart gab niemals auf – sie ging immer wieder über Grenzen hinaus und wagte sich ins Unbekannte", sagte Expeditionsteilnehmer Steve Schultz. "Dieser unbändige Entdeckergeist treibt auch unsere Suche an. Sie flog immer weiter – und wir werden weitersuchen."


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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