Frau verletzt
Update zum Hamburger Wolf-Biss: Tier vor Angriff in Supermarkt eingedrungen
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Wolfsangriff in Hamburgs Innenstadt
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
In Hamburg wurde eine Frau durch einen Wolf-Biss verletzt. Umweltsenatorin Katharina Fegebank gibt ein Update zu dem Vorfall – und zum Verbleib des Tieres.
Der Wolf, der am Montagabend (30. März) eine Frau in Hamburg bei einem Angriff verletzt hat, ist nach Angaben von Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) zuvor in einen Supermarkt eingedrungen.
Bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (31. März) teilte Fegebank weiter mit, es sei zu einer Begegnung mit einem Menschen gekommen. Laut der Grünen-Politikerin habe die Frau eine Bisswunde erlitten und sei dann im Universitätsklinikum Eppendorf ambulant behandelt worden.
An der Binnenalster sei das Tier dann von der Polizei gesichert worden. Mittlerweile sei es im Wildgehege Klövensteen im Westen der Hansestadt untergebracht worden. Fegebank betonte mit Blick auf den gefangenen Wolf: "Wir werden sehr zeitnah eine Lösung finden."
Nach Informationen der Umweltbehörde in Deutschland handele es sich bei dem Wolf-Biss um einen Präzedenzfall. Schon am Samstag (28. März) sei das Tier in Hamburg gesichtet worden, Sonntag (29. März) habe dann die Behörde davon erfahren. Der Wolf habe das arttypische scheue Verhalten gezeigt – bis Montagabend der Angriff erfolgte. "Gestern Abend kam es dann zu einer unerwarteten und auch sehr überraschenden Verhaltensänderung", zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) die Grünen-Politikerin.
Der präventive Abschuss eines streng geschützten Tieres sei durch das Bundesnaturschutzgesetz verboten, unterstrich sie. Laut Fegebank wäre eine aktive Treibjagd ein unkalkulierbares Risiko für Unfälle oder Panikreaktionen gewesen.
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Wolf war wohl in Passage gefangen
Der Biss-Vorfall hatte sich laut Angaben der Hamburger Umweltbehörde in einer Einkaufspassage in der Großen Bergstraße ereignet. Informationen der dpa zufolge sei der Wolf in der Passage gefangen gewesen, die durch gläserne Automatiktüren gesichert war. Die Frau habe offenbar versucht, dem Tier zu helfen und es zu befreien. Dabei sei es zu der Verletzung gekommen.
Angriffe auf Menschen selten
Das Bundesumweltministerium schreibt auf seiner Internetseite: "Es gehört zum normalen Verhalten der Wölfe, dass sie gelegentlich auch tagsüber in Sichtweite von bewohnten Gebäuden entlanglaufen, nachts dann und wann Dörfer durchqueren oder am Dorfrand nach Nahrung suchen."
Übergriffe auf Menschen seien aber sehr selten, heißt es mit Verweis auf eine 2002 vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) veröffentlichte Studie. In der Vergangenheit gab es demnach nur wenige Fälle, in denen gesunde Wölfe einen Menschen angegriffen haben. "Wolfsangriffe auf Menschen lassen sich vor allem auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futterkonditionierung."
In Deutschland war im August 2023 ein achtjähriger Junge aus Schleswig-Holstein im Filmtierpark Eschede nahe Celle von einem Wolf in die Brust gebissen worden. Die Familie hatte eine sogenannte "Tierbegegnung" gebucht, bei der der Wolf zunächst an der Hand des Kindes schnupperte und dann aus nicht bekannten Gründen zuschnappte. Der Junge wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen.
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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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