Kretzschau
Traditionsmarke Zekiwa muss Insolvanz anmelden: So geht es beim Kinderwagen-Hersteller weiter
Aktualisiert:
von dpaDer Kinderwagen-Hersteller Zekiwa ist insolvent. (Archivbild)
Bild: Jonas Walzberg/dpa
Rückläufige Umsätze und sinkende Geburtenzahlen setzen Zekiwa zu. Wie es mit der Traditionsmarke jetzt weitergehen soll.
Der Kinderwagen-Hersteller Zekiwa aus Kretzschau im Burgenlandkreis hat Insolvenzantrag gestellt. Das geht aus dem gemeinsamen Portal der Bundesländer zu Insolvenzbekanntmachungen hervor. Zekiwa ist eine ostdeutsche Traditionsmarke.
"In den vergangenen Monaten war die wirtschaftliche Entwicklung durch rückläufige Umsätze, steigende Kosten und eine anhaltende Ergebnisbelastung geprägt", zitierte die "Mitteldeutsche Zeitung" die Geschäftsführung des Unternehmens. Insbesondere der Geburtenrückgang wirke sich spürbar auf die Nachfrage aus.
Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung". Das Unternehmen habe den Magdeburger Sanierungsexperten Nico Kämpfert unter anderem mit der Investorensuche beauftragt. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist Ulrich Luppe aus Halle.
Zekiwa (Zeitzer Kinderwagenindustrie) galt vor 1990 mengenmäßig als der größte Kinderwagenhersteller in Europa. Produziert wurde für den osteuropäischen Raum, aber auch für westdeutsche Unternehmen.
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