Heikle Forderung

Sie sollten "erschossen werden": Trump fordert Todesstrafe für Geheimnisverräter

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von Emre Bölükbasi

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Trump: Informanten sollten erschossen werden

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Bei einer Wahlkampfveranstaltung hat Trump gefordert, Informanten, die Militärgeheimnisse an die Presse weitergeben, hinrichten zu lassen. Die Reaktionen dürften nicht lange auf sich warten lassen.

Die Worte fielen bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Arizona – und sie saßen: US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass Informant:innen, die Details über amerikanische Militäroperationen an Journalist:innen durchstechen, erschossen werden sollten.

Auslöser war ein bis dato unbekannter Tippgeber, der angeblich den genauen Zeitpunkt der US-Angriffe auf iranische Atomanlagen an die Presse verraten haben soll. Im Mittelpunkt der Kritik Trumps stand jemand, der Informationen über die sogenannte "Operation Midnight Hammer" ausgeplaudert haben soll – jenen Militäreinsatz vom Juni 2025, bei dem die US-Streitkräfte Uran-Anreicherungsanlagen in Natans und Fordo sowie eine weitere Atomanlage in Isfahan bombardierten.


Klare Worte, historische Begründung

Trump ließ auf der Bühne keinen Zweifel an seiner Haltung: Wer Geheimnisse über Militäreinsätze verrate, verdiene die Todesstrafe – so sei das auch früher schon gehandhabt worden, rechtfertigte er seine Forderung mit einem Verweis auf vergangene Zeiten.

Der Präsident begründet den Iran-Feldzug regelmäßig damit, dass Teheran unter keinen Umständen in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Die iranische Führung besteht ihrerseits darauf, dass das Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene – eine Darstellung, die in Washington, Jerusalem und darüber hinaus auf Skepsis stößt.


Hinrichtungen als Dauerthema

Trumps Aussagen fallen in eine Zeit, in der die Debatte über die Todesstrafe in den USA ohnehin an Fahrt aufgenommen hat. Das Verteidigungsministerium plant erstmals seit mehr als sechs Jahrzehnten wieder eine Militärhinrichtung. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, die Exekution des verurteilten Attentäters Nidal Hasan – er tötete 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen – solle am 3. Dezember sogar per Livestream übertragen werden.

Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch einen gescheiterten Hinrichtungsversuch im Bundesstaat Tennessee: Der verurteilten Mörderin Christa Pike wurden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital injiziert – doch sie überlebte. Pike hätte als erste Frau seit mehr als zwei Jahrhunderten in Tennessee hingerichtet werden sollen.

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Nicht das erste Mal

Trumps Forderung nach harter Bestrafung von Geheimnisverräter:innen ist kein Novum. Bereits im April 2026 hatte er einem Medienunternehmen mit Gefängnis gedroht, falls es den Namen eines Informanten nicht preisgebe – jemanden, der Details über die Rettung einer abgeschossenen Kampfjet-Besatzung im Iran öffentlich gemacht hatte.

Trump zufolge hatte das Durchstechen dieser Information die Rettungsmission für das zweite vermisste Besatzungsmitglied erheblich erschwert.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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