Erstmals seit 90 Jahren öffentlich

Todesstrafe für US-Soldat Nidal Hasan: Hinrichtung soll live übertragen werden

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Hegseth will Hinrichtung live übertragen

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


Der Fort-Hood-Attentäter soll in einem Livestream hingerichtet werden. Es wäre die erste öffentlich ausgeführte Todesstrafe in den USA seit 1936.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 3. Dezember soll US-Soldat Nidal Hasan im Livestream hingerichtet werden.

  • Im Jahr 2009 hatte er bei einem Anschlag 13 Menschen getötet.

  • Nur zwei andere Länder führen derzeit öffentliche Exekutionen durch.

So etwas passiert sonst nur in Afghanistan oder im Iran: Die USA wollen einen zum Tode verurteilten US-Soldaten öffentlich hinrichten. Die Erschießung soll in einem Livestream übertragen werden, bestätigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X.

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Fort-Hood-Attentäter tötete 13 Menschen

2009 hatte der frühere Armeepsychiater Nidal Hasan einen islamistischen Anschlag auf der Militärbasis Fort Hood in Texas verübt und dabei 13 Menschen getötet. Genau auf diesem Stützpunkt soll am 3. Dezember seine Hinrichtung stattfinden. Kommt es zur Erschießung, wäre es die erste Exekution beim US-Militär seit über 60 Jahren. Präsident Donald Trump hatte die Hinrichtung bereits genehmigt.

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Hegseth gefällt "die Mentalität"

Hegseth betonte, dass Soldat:innen mit Gewehren die Hinrichtung durchführen sollen. "Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir das nicht mehr gemacht. Nun, mir gefällt irgendwie die Mentalität, die wir im Zweiten Weltkrieg hatten", sagte er.

Die letzte öffentliche Hinrichtung in den USA fand 1936 statt: Ein Mann wurde damals im US-Staat Kentucky vor Tausenden Zuschauer:innen gehängt. Im vergangenen Jahr gab es laut Amnesty International nur in Afghanistan und im Iran öffentliche Exekutionen - 17 Menschen wurden dabei getötet.


US-Senator ist schockiert

Dass die geplante Erschießung live übertragen wird, wirft Fragen auf. Ob es Zugangsbeschränkungen für beispielsweise Kinder gibt, ist noch unklar. Der demokratische Senator Chris Murphy zeigte sich bei CNN schockiert: "Das ist widerlich. Was ahmt er nach? Hinrichtungen durch den IS?" Er habe Verständnis für die Todesstrafe, aber öffentliche Hinrichtungen seien mittelalterlich.

Aktuell wird die Todesstrafe in den USA heiß diskutiert, nachdem die zum Tode verurteilte Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee zwei Giftspritzen überlebt hatte. Ihr könnte nun ein zweites Mal die Hinrichtungskammer drohen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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