Todesstrafe

US-Präsident Trump genehmigt Hinrichtung von US-Soldat Nidal Hasan

Aktualisiert:

von Valentin Kronberger

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Trump gibt sich ungewohnt selbstkritisch (2. Oktober)

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Das gab es seit über 60 Jahren nicht: In den USA könnte es wieder eine Militärhinrichtung geben. US-Präsident Trump genehmigte die Erschießung eines Mörders.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump genehmigt die Hinrichtung eines ehemaligen Armeepsychiaters.

  • Die letzte Militärhinrichtung fand vor über 60 Jahren statt.

  • Der verurteilte US-Soldat tötete 2009 bei einem Massaker 13 Menschen.

US-Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung eines Soldaten erlaubt, der 2009 auf einem Militärstützpunkt 13 Menschen getötet hatte. Es wäre die erste Hinrichtung beim US-Militär seit über 60 Jahren. Der frühere Armeepsychiater Nidal Hasan hatte einen islamistischen Anschlag auf der Militärbasis Fort Hood in Texas verübt.

Auch in den News:

Hinrichtung durch Erschießungskommando

Der inzwischen 56-Jährige soll von einem Erschießungskommando der US-Armee hingerichtet werden, heißt es aus dem Pentagon. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Hinrichtung empfohlen. Einen genauen Termin gibt es noch nicht.

Trump genehmigte die Exekution wenige Tage, nachdem Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee zwei Giftspritzen überlebt hatte. Sie befindet sich nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch im kritischen Zustand.


US-Militär: letzte Hinrichtung im Jahr 1961

US-Soldat:innen können nur mit der Bestätigung des Präsidenten hingerichtet werden. Zuletzt geschah das 1961: Ein US-Soldat wurde für die Vergewaltigung und den versuchten Mord an einer Elfjährigen während seines Einsatzes in Österreich hingerichtet.

Eine solche Hinrichtung muss nach den Vorgaben des US-Militärs spätestens 150 Tage nach der Genehmigung durch den Präsidenten erfolgen, frühestens allerdings nach 60 Tagen. Die Exekution kann auch gestoppt werden.


Massaker hatte islamistischen Hintergrund

Im November 2009 hatte der Armeepsychiater Hasan auf seinem Stützpunkt zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet sowie Dutzende Menschen verletzt. Dann wurde er angeschossen und festgenommen.

Laut der "New York Times" tötete er im Namen des Dschihad, des sogenannten Heiligen Krieges. Hasan habe sich vor dem Anschlag radikalisiert und wurde als Sohn palästinensischer Eltern in den USA geboren, so US-Medien. Er habe nach seiner Tat keine Reue gezeigt und bei der Tat als Märtyrer sterben wollen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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