Hamburger Gewürzkette
Gewürzkette Violas’ insolvent: Was aus den 25 Läden wird
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
So viele Pleiten wie seit 2013 nicht mehr
Videoclip • 01:12 Min • Ab 12
Die Gewürzkette Violas’ befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Nun beginnt die Suche nach einer Lösung für das angeschlagene Familienunternehmen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Gewürzkette Violas’ ist offiziell insolvent.
Die Geschäfte sollen aber vorerst weitergehen.
Ein Insolvenzverwalter prüft nun, ob die Traditionsmarke mit Hilfe eines Investors gerettet werden kann.
Für die Hamburger Gewürz- und Feinkostkette Violas’ ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Amtsgericht Hamburg setzte den Beginn auf den 1. Oktober fest. Betroffen ist die Violas’ GmbH, die als Franchisegeberin hinter den bundesweit 25 Geschäften in 20 Städten steht.
Für Kund:innen in Hamburg bedeutet das zunächst keine unmittelbare Schließung. Die Läden in Eppendorf sowie in den Einkaufszentren EEZ und AEZ werden von selbstständigen Franchisenehmern betrieben. Auch an anderen Standorten soll der Geschäftsbetrieb nach bisherigen Angaben fortgeführt werden. Die Zentrale soll demnach im Mittelpunkt des Verfahrens stehen.
Gestiegene Kosten trieben Violas' in die Insolvenz
Violas’ war bereits im August in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Als Belastungen nannte Geschäftsführerin Viola Fuchs unter anderem gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie, Logistik und Personal. Gleichzeitig habe die schwache Konsumstimmung die Nachfrage belastet. Die zuvor eingeleitete vorläufige Insolvenzverwaltung konnte die wirtschaftliche Schieflage offenbar nicht verhindern.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Gideon Böhm bestellt. Gläubiger haben bis zum 2. November Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Für den 2. Dezember ist eine Gläubigerversammlung geplant. Dort soll über den weiteren Fortgang beraten werden – möglich sind unter anderem eine Fortführung, ein Insolvenzplan oder eine Stilllegung.
Mehr zu dem Thema:
Violas' vor ungewisser Zukunft
Die Hoffnung auf eine Sanierung bleibt jedoch bestehen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters werden Gespräche mit möglichen Investoren intensiviert. Zudem sei ausreichend Liquidität für eine weitere Fortführung vorhanden. Die Gehälter der rund 25 Beschäftigten würden nach dem Auslaufen des Insolvenzgeldes wieder vom Unternehmen gezahlt. Ob Violas’ als eigenständige Marke saniert werden kann, ist dennoch offen.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
T-Online: "Gewürzkette mit 25 Läden in Deutschland ist insolvent"
Hamburger Morgenpost: "Hamburger Gewürz-Kette ist insolvent – Verfahren eröffnet"
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