Ontariosee

Karten-App MapQuest geht in Kanada durch die Decke – keine Chance für Trumps "Lake America"

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von Christopher Schmitt

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Nach Trumps Umbenennung: Google Maps zeigt "Lake America"

Videoclip • 01:28 Min • Ab 12


"Lake America"? Nein, danke. In Kanada feiert die Karten-App MapQuest große Erfolge, weil sie sich Trumps Umbenennung des Ontariosees verweigert.

Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, im Streit mit Kanada den Ontariosee in Lake America umzubenennen, sind mit Google und Facebook bereits zwei Tech-Riesen eingeknickt und zeigen ihren US-amerikanischen Nutzer:innen den von Trump favorisierten Namen in Karten-Apps an. Doch eine Plattform wehrt sich gegen die Umbenennung – und sichert sich so in Kanada neue Kund:innen.

Der kostenlose Web-Kartendienst MapQuest erklärte laut einem BBC-Bericht bereits am vergangenen Freitag (28. August) auf Facebook: "Wir werden daran nichts ändern" – und hielt Wort. Dies honorierten vor allem die Kanadier:innen. MapQuest schoss Anfang der laufenden Woche (ab 31. August) auf den ersten Platz der meist heruntergeladenen Apps im kanadischen App Store.

Auch in den News:

Trump wandte sich direkt an Apple

Bei der namhaften Konkurrenz sieht es anders aus. Nachdem bereits Google in seinen Karten-Apps US-amerikanischen User:innen den "Lake America" angezeigt hatte, zog nun Apple in den USA nach. Wie Innenminister Doug Burgum am Montag (31. August) in einer Sendung von Fox Business erklärte, habe Trump sich direkt an Apple gewandt.

Sowohl Google als auch Apple waren vergangenes Jahr ähnlich vorgegangen, als Trump den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" umtaufte. Seit dem 16. Jahrhundert trägt die Meerenge ihren angestammten Namen.


Verwendete Quellen:

BBC: "Apple Maps renames Lake Ontario as Lake America after Trump order"

BBC: "Trump pushes Apple to change 'Lake Ontario' to 'Lake America' on its maps"

Nachrichtenagentur dpa

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