Großeinsatz ausgelöst

Vorfall im ICE: Tür öffnet sich bei 200 km/h - Ursache noch unklar

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von Anne Funk

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Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


Bei Tempo 200 öffnet sich plötzlich die Tür eines ICEs. Der Lokführer handelt sofort. Es folgt ein Sucheinsatz bei Dunkelheit.

Schockmoment auf einer Fahrt durch Unterfranken: Bei einem Tempo von rund 200 Kilometern pro Stunde öffnete sich am Dienstagabend (1. September) plötzlich bei einem ICE eine Waggontür. Warum, ist bis zum jetztigen Zeitpunkt noch völlig unklar. Die Deutsche Bahn (DB) schloss ein Problem am Zug aus, die Bundespolizei nahm sofortige Ermittlungen auf. Verletzt wurde niemand.

Die Bundespolizei teilte mit, dass der Lokführer den ICE 528, der sich auf der Fahrt von München nach Dortmund befand, umgehend stoppte. Der Schnellzug kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen.

DB: "Türen öffnen sich nicht einfach während der Fahrt"

An Bord des Zuges hatten sich 238 Reisende befunden. Eine Bahn-Sprecherin teilte mit, dass es keine technische Störung am Zug gegeben habe. Zur Frage, ob jemand an Bord des Zugs die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die DB nicht Stellung. "Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt", hieß es in der kurzen Stellungnahme. "Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden." Weiteren Aussagen seien erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich.

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Polizei stellt Identitäten der Fahrgäste fest

Die Fahrgäste konnten später in Lohr am Main aussteigen. Dort wurden sie von der Bundespolizei befragt, die Personalien wurden aufgenommen. Außerdem wurde durch die Beamt:innen überprüft, ob Gepäck aus dem Zug gefallen war. Gegen 2:30 Uhr wurde die Bahnstrecke wieder freigegeben.

Niemand aus dem Zug gestürzt

Ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten suchte die Strecke vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab, da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass niemand aus dem Zug gefallen war. Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand. Am Vormittag sollte die Strecke erneut abgesucht werden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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