Ermittler hoffen

"Aktenzeichen XY" zu Cold Case aus NRW: Neue Hinweise zu verschwundener Studentin?

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Aktenzeichen XY – So funktioniert der ZDF-Klassiker

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Vor fast 40 Jahren verschwand eine junge Studentin im nordrhein-westfälischen Kempen. Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Bringt ein Beitrag bei "Aktenzeichen XY" neue Anknüpfungspunkte?

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf den 29. März 1988 verschwand die damals 22-jährige Studentin Dagmar Knops spurlos in Kempen.

  • Ermittler:innen rollen den Cold Case neu auf und wollen die Öffentlichkeit über "Aktenzeichen XY" zu Hinweisen animieren.

  • Die Behörden gehen von einem Tötungsdelikt aus.

In einem Cold Case aus dem Jahr 1988 haben die Staatsanwaltschaft Krefeld sowie die Polizei Mönchengladbach wieder die Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem erhoffen sich die Beamt:innen neue Hinweise und Zeug:innen durch einen Beitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst". Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen wird am Mittwoch, 4. November, ab 20:15 Uhr, im Studio bei Rudi Cerne zu Gast sein, um den Fall um die Studentin Dagmar Knops vorzustellen.

In der Nacht vom 28. auf den 29. März 1988 ist die damals 22-Jährige nach einem Kneipenbesuch in der Kempener Altstadt spurlos verschwunden. Eine Leiche wurde zwar nie gefunden, doch die Ermittler:innen gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Nur 350 Meter von der Kneipe zum Elternhaus

Knops studierte damals in Köln Sozialpädagogik und besuchte ihre Eltern in Kempen während der Semesterferien. Gemeinsam mit Freund:innen besuchte sie das Lokal "Lichtblick" in der Altstadt, welches mittlerweile die Pforten geschlossen hat.

Die Studentin musste lediglich 350 Meter zu ihrem Elternhaus zurücklegen, nachdem sie die Kneipe gegen 22:15 Uhr alleine verlassen hatte. Aber dort kam sie nie an. Bereits 2006 wurde der Fall wieder bearbeitet, allerdings führten sie nicht zu einem Ermittlungserfolg.

Die Vermisste Dagmar Knops war 1,72 Meter groß und hatte dunkelblondes Haar.

Bild: Polizei Nordrhein-Westfalen Mönchengladbach


Diesmal soll es nach mittlerweile fast 40 Jahren seit dem Verschwinden der jungen Frau mit der Hilfe der Öffentlichkeit klappen. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen, wurde von Seiten der Staatsanwaltschaft Krefeld eine Belohnung von 5.000 Euro ausgelobt. Die Polizei Mönchengladbach weist darauf hin, dass auch zunächst als unbedeutend erscheinende Hinweise wertvoll sein können.

Auf ihrer Website listet die Polizei folgende Fragen an mögliche Zeug:innen auf:

  • Gibt es Zeugen, denen sich der Täter im Laufe der Zeit offenbart hat, sei es auch nur andeutungsweise?

  • Kennen Sie Personen, die sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Fall beschäftigt haben?

  • Kannten Sie Dagmar Knops und können noch etwas zum Fall beitragen?

  • Gibt es Zeugen, die Dagmar Knops auf ihrem Heimweg gesehen haben?

  • Gibt es Personen, die bereits im Jahr 1988 mit den damaligen Ermittler:innen sprachen, heute aber Geschehnisse hinzufügen möchten, die sie damals für nicht erwähnenswert hielten?

  • Außerdem hoffen die Ermittler:innen auf Zeugen, die sich vielleicht mit Hilfe der Sendung Aktenzeichen XY noch an eine Gruppe Jugendlicher oder junger Erwachsener erinnern können. Diese soll auf einer Bank gleich in der Nähe des Lokals "Lichtblick" gesessen haben, als Dagmar Knops das Lokal verlassen hat. Diese Personen konnten nie ermittelt werden.


Wer hat die anonymen Briefe verfasst?

Außerdem versucht die Polizei, die anonyme Verfasserin oder den anonymen Verfasser zweier Briefe aus den Jahren 2005 und 2008 ausfindig zu machen. Damals wurde ein angeblicher Ablageort von Dagmar Knops Leiche genannt. Dort wurde jedoch trotz umfangreicher Maßnahmen nichts gefunden. Von der Person, die die Briefe geschrieben hat, erhoffen sich die Ermittler:innen neue Ansätze.

Die Ermittlungsgruppe Cold Case erreichst du unter der Telefonnummer 02161 290 oder über die Mailadresse mk.knops.moenchengladbach@polizei.nrw.de.


Verwendete Quellen:

Polizei Mönchengladbach: "Studentin verschwindet nach Kneipenbesuch"

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