Tarifkonflikt
Weiterhin Streik im Nahverkehr: Ende erst am Sonntag
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von dpa:newstime
Warnstreik ausgeweitet: Das müssen Fahrgäste wissen
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Stillstand im Nahverkehr: In mehreren bayerischen Städten fallen weiterhin Busse, Tram und U-Bahnen aus. Ein Ende des Streiks ist jedoch absehbar.
Das Wichtigste in Kürze
In Städten wie Nürnberg, Passau und Bayreuth stehen weite Teile des Nahverkehrs wegen eines Warnstreiks still, während S- und Regionalbahnen fahren.
Je nach Stadt gelten unterschiedliche Einschränkungen und Notfahrpläne, in Bayreuth soll der Betrieb ab Sonntag wieder anlaufen.
Hintergrund ist ein Tarifkonflikt: Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Lohn und weniger Arbeitszeit, während die Kommunen die Forderungen als zu teuer ablehnen.
Am vierten Tag des aktuellen Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr stehen Busse, Trams und U-Bahnen in mehreren Städten still. Betroffen sind am Samstag (21. März) unter anderem Nürnberg, Passau und Bayreuth. Fürth ist zudem bei der U-Bahn betroffen. In anderen Städten wie Dachau und Augsburg lief der von der Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt ausgerufene Streik in der Nacht aus. S- und Regionalbahnen fahren weiterhin, da sie andere Betreiber haben.
Verkehrsprobleme in Franken
In Nürnberg bietet die dortige Verkehrsgesellschaft einen Notfahrplan auf Basis der Nachtlinien an. Für das Fußballspiel des 1. FC Nürnberg am frühen Nachmittag hatten die Stadtwerke dazu geraten, die S-Bahnen zu nutzen.
In Bayreuth dauert der Warnstreik noch bis zum Sonntagmittag. Am Samstag hatten die Stadtwerke einen Notfahrplan eingesetzt. Am Sonntagvormittag sollte es keine Fahrten geben, ab 14:40 Uhr sollte der Betrieb aber wieder normal laufen. Regionalbusse waren auch hier nicht betroffen.
Auch in den News:
Streik in Passau endet
In Passau geht der Ausstand noch bis in die Nacht auf Sonntag. Auch hier gab es einen Streikfahrplan, da zumindest ein Teil der Busse von externen Anbietern bedient wird.
Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband an. Bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben.
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