Warnung vor Autokauf-Fakes
Volkswagen warnt vor Betrug mit gefälschten Gebrauchtwagen-Angeboten im Internet
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
EU-Hammer: Ohne TÜV kein Gebrauchtwagenverkauf
Videoclip • 01:23 Min • Ab 12
Die Suche nach einem gebrauchten Auto läuft heute oft online. Genau das nutzen Betrüger:innen aus: Mit täuschend echten Fake-Websites geben sie sich als Volkswagen aus und locken Interessierte mit vermeintlich seriösen Angeboten.
Das Wichtigste in Kürze
Volkswagen warnt vor Fake-Websites, die mit täuschend echten Domains und Kontakten den Eindruck offizieller Angebote erwecken.
Laut NDR und Polizei Braunschweig laufen bundesweit Ermittlungen zu den mutmaßlichen Betrugsfällen.
Wer online ein Auto kaufen will, sollte besonders bei Direktverkaufs-Angeboten, Dumpingpreisen und Zahlungsdruck misstrauisch werden.
Wer heute ein gebrauchtes Auto sucht, schaut oft zuerst ins Internet. Angebote lassen sich schnell vergleichen, Fotos sind sofort verfügbar und die Kontaktaufnahme ist einfach. Doch genau diese bequeme Suche hat auch eine Schattenseite: Immer häufiger tauchen betrügerische Inserate und gefälschte Verkaufsseiten auf. Besonders brisant ist nun ein Fall rund um Volkswagen.
Der Autobauer warnt vor professionell gestalteten Websites, die den offiziellen Internetauftritt des Konzerns nachahmen. Nach den vorliegenden Informationen verwendeten die Täter:innen Domains wie "volkswagen-fahrzeuge.de", "vw-finanzierung.de" oder "vw-kundenportal.de". Diese Adressen sollten laut den Hinweisen von Volkswagen gezielt den Eindruck erwecken, es handle sich um echte Seiten des Unternehmens.
Gefälschte Seiten und Kontakte
Zusätzlich nutzten die Betrüger:innen Telefonnummern mit der Wolfsburger Vorwahl 05361. Dazu gehörten nach den vorliegenden Angaben etwa die Nummern 05361 309 3014, 05361 309 3007 und 05361 6130 93007. Weil Wolfsburg der Sitz von Volkswagen ist, wirkten auch diese Kontakte auf viele Interessierte glaubwürdig.
Die Masche geht aber noch weiter. Laut den Informationen treten die Täter:innen nicht nur mit gefälschten Websites auf, sondern auch mit falschen E-Mail-Adressen, eigenen Bankverbindungen und manipulierten Dokumenten. So soll ein angeblich echter Verkaufsprozess vorgetäuscht werden. Volkswagen warnt deshalb ausdrücklich vor solchen Angeboten und macht deutlich, dass die Fälschungen "den offiziellen Auftritt des Unternehmens imitieren".
Die Polizei ist bereits eingeschaltet. Gegenüber dem NDR bestätigte die Polizei Braunschweig laufende Ermittlungen. Dem Bericht zufolge stimmen sich mehrere Dienststellen in Deutschland ab. Das zeigt: Es geht offenbar nicht um einzelne Vorfälle, sondern um ein Problem, das bundesweit festgestellt wird.
Ermittlungen laufen bundesweit
Bislang gibt es keine konkreten Angaben dazu, wie hoch der Schaden ist oder wie viele Fahrzeuge betroffen sein könnten. Dennoch warnen die Ermittler:innen laut NDR davor, sich von besonders günstigen Angeboten täuschen zu lassen. Gerade sehr niedrige Preise gelten beim Online-Autokauf als typisches Warnsignal.
Volkswagen weist außerdem auf einen wichtigen Punkt hin: Gebrauchtwagen werden nicht direkt an Endkund:innen verkauft. Der Verkauf läuft ausschließlich über autorisierte Händlerbetriebe. Wenn also ein angeblicher Direktverkauf durch Volkswagen angeboten wird, sollten Interessierte besonders vorsichtig sein.
Wer ein Auto online kaufen will, sollte Angebote genau prüfen. Dazu gehört, die Internetadresse sorgfältig anzusehen, Kontaktangaben zu kontrollieren und bei Unsicherheit direkt offizielle Händler:innen zu kontaktieren. Auch bei der Bezahlung ist Vorsicht geboten: Geld sollte erst dann überwiesen werden, wenn die Echtheit des Angebots zweifelsfrei feststeht. Zeitdruck, ungewöhnlich günstige Preise und unklare Unterlagen sind klare Warnhinweise.
Verwendete Quellen:
volkswagen-newsroom: "Warnung: Betrugsmasche im Gebrauchtwagenhandel"
NDR
Polizei Braunschweig
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