Erbrechen und Durchfall bei Babys
Verdacht auf Giftstoffe: Nestlé ruft Babynahrung zurück
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von dpaDie zurückgerufene Kindernahrung sollte nicht mehr verwendet werden. (Symbolbild)
Bild: Elisa Schu/dpa
Der Hersteller Nestlé ruft vorsorglich bestimmte Säuglingsnahrung zurück – sie könnte mit einem giftigen Bakterium verunreinigt sein. Welche Marken betroffen sind und was Eltern jetzt wissen müssen.
Das Wichtigste in Kürze
Nestlé ruft vorsorglich Säuglingsnahrung der Marken "Beba" und "Alfamino" zurück.
Das möglicherweise darin enthaltene Toxin kann bei Kindern Erbrechen, Durchfall und ungewöhnliche Müdigkeit auslösen.
Eltern sollten die Produkte nicht mehr verwenden und sie stattdessen dort zurückgeben, wo sie gekauft wurden.
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ruft mehrere Säuglingsnahrungsprodukte vorsorglich zurück. Hintergrund ist laut Nestlé, dass in einer der Zutaten eines Zulieferers möglicherweise Cereulid vorhanden sein könnte. Cereulid ist ein Toxin, das durch das Bakterium Bacillus cereus entstehen kann. Betroffen sind verschiedene Pulver und Flüssigkeiten in Dosen, Schachteln und Flaschen der Marken "Beba" und "Alfamino".
In enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden würden bestimmte Chargen zurückgerufen, die in Deutschland verkauft worden seien, teilte der Konzern in Frankfurt mit. "Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen haben für uns absolute Priorität."
Cereulid kann zu Durchfall und Erbrechen führen
Welche Auswirkungen sind möglich? "Cereulid kann innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden Erbrechen, Durchfall und ungewöhnliche Müdigkeit auslösen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Zeigt das Kind keine dieser Symptome, bestehe kein Grund zur Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen.
"Es ist uns wichtig zu betonen, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt worden sind", hieß es in einer Mitteilung.
Auch in den News:
Eltern sollen betroffene Produkte nicht verwenden
Und: "Eltern, die eines oder mehrere der betroffenen Produkte mit den entsprechenden Chargennummern/Mindesthaltbarkeitsdaten gekauft haben, werden gebeten, ihre Kinder hiermit nicht mehr zu füttern, sondern die Produkte dort zurückzugeben, wo diese gekauft wurden." Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.
Sollten Eltern Bedenken hinsichtlich der Gesundheit ihres Kindes haben, wird ihnen geraten, mit einem Kinderarzt zu sprechen.
"Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern Besorgnis auslösen kann", erklärte der Konzern. So wolle man klare und transparente Informationen sowie Unterstützung anbieten.
Bei Fragen steht der Nestlé-Verbraucherservice zur Verfügung. Dieser sei unter der Telefonnummer +49 (0) 800 2344 944 erreichbar – montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr sowie sonntags von 8 bis 18 Uhr.
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