Hitze-Fallen

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Mini-Klimaanlagen

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Mehr Deutsche wollen Klimaanlage kaufen

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Viele vermeintliche Mini-Klimaanlagen aus der Online-Werbung kühlen Räume gar nicht wirklich. Die Verbraucherzentralen warnen vor irreführenden Versprechen, hohen Preisen und schwierigen Rückgaben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Verbraucherzentrale sind viele beworbene Mini-Klimaanlagen keine echten Klimageräte, sondern nur einfache Ventilatoren oder Heizlüfter.

  • Typische Warnzeichen sind übertriebene Werbeversprechen, fehlende Tests, dubiose Shops und stark überhöhte Preise.

  • Wer schon bestellt hat, sollte Widerruf, Käuferschutz oder Chargeback prüfen und den Anbieter möglichst schnell melden.

Wenn die Hitze steigt, wächst auch die Nachfrage nach Kühlung. Genau das nutzen unseriöse Anbieter:innen laut Verbraucherzentrale derzeit aus. In Online-Werbung, sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen tauchen immer mehr angebliche Mini-Klimaanlagen auf, die oft deutlich mehr versprechen, als sie halten können.

Nach Angaben der Verbraucherzentralen handelt es sich bei vielen dieser Geräte in Wahrheit nur um einfache Ventilatoren oder Heizlüfter. Einen Raum wirksam herunterkühlen könnten sie in der Regel nicht. Die Verbraucherschützer:innen schreiben dazu: "Günstige Mini-Klimaanlagen aus Online-Werbung sind häufig einfache Ventilatoren oder Heizlüfter, die keinen Raum wirksam kühlen können."


Große Versprechen, kleine Wirkung

Beworben werden die Produkte oft mit Aussagen, die laut Verbraucherzentrale physikalisch kaum haltbar sind. Dazu gehören Versprechen wie "kühlt den ganzen Raum in 90 Sekunden", angebliche NASA-Technologie oder ein Stromverbrauch, der 90 Prozent niedriger sein soll als bei echten Klimaanlagen. Unabhängige Testergebnisse fehlen dabei häufig.

Hinzu kommt: Die Geräte werden oft weit über ihrem eigentlichen Wert verkauft. Laut Verbraucherzentrale kosten manche Modelle im Großhandel nur wenige Euro, werden online aber für 60, 70 oder sogar mehr als 130 Euro angeboten. Oft kommen dann noch versteckte Versandkosten, teure Zusatzoptionen oder sogar unbemerkte Abo-Modelle hinzu.

So erkennst du ein unseriöses Angebot

Die Verbraucherschützer:innen nennen mehrere Warnsignale. Dazu gehören fehlende oder unplausible Impressen, frisch registrierte Internetseiten ohne Vorgeschichte, identische Produktfotos wie bei chinesischen Großhandelsplattformen und künstlich wirkende Werbevideos mit KI-Stimmen. Auch wenn eine Seite wie ein Testportal aussieht, steckt laut Verbraucherzentrale oft nur Werbung dahinter.

Besonders vorsichtig solltest du auch auf großen Online-Marktplätzen sein. Denn auch dort können solche Produkte über Drittanbieter angeboten werden. Entscheidend ist dann, wer wirklich verkauft und aus welchem Land die Ware kommt. Sitzt der Händler außerhalb der EU, wird es oft schwer, Rechte durchzusetzen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb unter anderem den Fakeshop-Finder und eine zusätzliche Suche nach Begriffen wie "Test", "Erfahrung" oder "Betrug".

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Was du tun kannst, wenn du schon bestellt hast

Wer bereits gekauft hat, hat grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Wenn das Produkt nicht hält, was versprochen wurde, greifen außerdem gesetzliche Gewährleistungsrechte. In der Praxis ist die Durchsetzung aber oft schwierig, gerade wenn Anbieter im außereuropäischen Ausland sitzen.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb, Zahlungen möglichst über Käuferschutz oder per Chargeback zurückzuholen. Bei Überweisungen sollte sofort die Bank kontaktiert werden, auch wenn das oft zu spät kommt. Wichtig ist außerdem, Belege zu sichern und den Anbieter den Verbraucherzentralen zu melden.


Verwendete Quellen:

Verbraucherzentrale: "Fake-Klimaanlagen im Sommer: Wie erkenne ich unseriöse Angebote?"

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