Klimawandel

DGB-Chefin Yasmin Fahimi will Hitze-Ausfallgeld für Beschäftigte

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

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Umfrage: Deutsche leiden enorm unter Hitze

Videoclip • 01:37 Min • Ab 12


Deutschland ächzt unter der Hitze. DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert deshalb: Politik und Arbeitgeber:innen müssen auf Beschäftigte besser schützen.

Das Wichtigste in Kürze

  • DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert angesichts zunehmender Hitzewellen ein Hitze-Ausfallgeld.

  • Einer Umfrage zufolge fühlen sich schon heute viele Beschäftigte durch Hitze bei der Arbeit stark belastet.

  • Fahimi warnt vor Arbeitsausfällen und Produktionseinbrüchen und fordert praktische Sofortmaßnahmen.

Die Hitze setzt vielen Menschen in Deutschland zu. Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Yasmin Fahimi rechnet deshalb mit zunehmenden wetterbedingten Arbeitsausfällen – und fordert ein Hitze-Ausfallgeld. "In extremen Fällen wird zukünftig witterungsbedingter Arbeitsausfall nicht ausbleiben", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Der Gesetzgeber sei deshalb gefordert, Regelungen zu finden, "die ein Ausfallgeld für Beschäftigte und Arbeitgeber zukünftig solidarisch sichern."


DGB-Studie: Jede dritte Person im Hitzestress

Zahlreiche Beschäftigte seien von Hitzestress besonders betroffen, sagte Fahimi. Unter Berufung auf eine neue DGB-Umfrage nannte sie vor allem Beschäftigte, die draußen arbeiten, unter extremem Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.
Im Dachdeckerhandwerk gibt es bereits ein Ausfallgeld, wenn ein Arbeitseinsatz bei zu hohen Temperaturen abgesagt werden muss.

Eine der dpa vorliegende Umfrage im Auftrag des DGB unter 4.000 Beschäftigten zeigt: Schon heute fühlt sich mehr als jede:r dritte Beschäftigte durch hohe Temperaturen bei der Arbeit stark oder eher stark belastet, vor allem bei Tätigkeiten im Freien. In Innenräumen kommt es dagegen auf die Ausgestaltung an: Fehlen Sonnenschutz oder Klimaanlage, fühlt sich sogar bis zu jede zweite Person drinnen deutlich durch die Hitze beeinträchtigt.

Mit neuer Kleiderorodnung gegen die Hitze

Die DGB-Vorsitzende warnte vor Arbeitsausfällen, Produktionseinbrüchen und Unfällen durch Hitze. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft 431 Millionen Euro. Als praktische Maßnahmen, auf die man sich frühzeitig verständigen könne, nannte Fahimi Verschattungen oder bereitgestellte Getränke. Falls nötig, sollten Chef:innen auch die Kleiderordnung lockern.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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