Sechs Produkte "mangelhaft"
Studentenfutter bei Öko-Test: Diese Mischungen fallen durch
Aktualisiert:
von Max StrumbergerStudentenfutter aus dem Supermarkt - viele enttäuschen im Öko-Test.
Bild: Zoonar
Gesunder Snack? Nicht immer. Öko-Test hat 29 Studentenfutter-Mischungen geprüft – mit ernüchterndem Ergebnis. In mehreren Beuteln stecken problematische Substanzen.
Das Wichtigste in Kürze
Wer zu Studentenfutter greift, erwartet einen natürlichen Energieschub.
Öko-Test zeigt nun: In vielen Mischungen steckt mehr drin, als gut ist.
Von Pestiziden über Mineralölbestandteile bis hin zu überflüssigem Zucker.
Studentenfutter gilt als gesunder Energie-Kick für zwischendurch – Nüsse, Rosinen, fertig. Doch der aktuelle Test von Öko-Test (Ausgabe 2/2026) zeigt: So harmlos ist der Snack nicht immer. Von 29 untersuchten Mischungen fielen sechs mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Der Grund: Pestizide, zu viel Zucker, Mineralölbestandteile – und in einem Fall sogar Bakterien.
Das Mineralöl landet nicht zufällig im Beutel. Laut Öko-Test kommen als Quellen unter anderem Maschinenöle bei Ernte und Verarbeitung, Verpackungsmaterialien sowie Abgase infrage. So gelangen winzige Anteile von Mineralölbestandteilen in Nüsse und Trockenfrüchte – und am Ende auf deinen Snack-Teller. Zwar gilt eine Handvoll Studentenfutter noch als gesunder Snack, doch wer regelmäßig mehr isst, nimmt schnell zu viel Zucker und Kalorien auf – und im schlechtesten Fall auch Schadstoffe.
Gefährliche Substanzen nachgewiesen
Besonders alarmierend: In einem Studentenfutter wiesen die Tester MOAH (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) nach. Diese Stoffgruppe kann krebserregende Verbindungen enthalten. In weiteren Produkten fanden die Prüfer außerdem Pestizidrückstände und überhöhte Zuckermengen. Das Problem: Studentenfutter wirkt gesund – viele greifen daher öfter und in größeren Mengen zu, als gut für sie ist.
Das sind die sechs Testsieger
Sechs Mischungen überzeugten die Tester:innen komplett und bekamen die Bestnote "sehr gut" – sie gelten im Hinblick auf Schadstoffe als unbedenklich. Das sind die Testsieger:
- Studentenfutter (Tegut) – 2,40 Euro / 200 g
- Bio Primo Studentenfutter Knabber-Mix (Müller) – 2,45 Euro / 200 g
- K-Bio Studentenfutter (Kaufland) – 2,35 Euro / 200 g
- Naturgut Bio Studentenfutter (Penny) – 1,99 Euro / 200 g
- Bio Studentenfutter (Rewe) – 2,69 Euro / 200 g
Acht weitere Produkte wurden mit "gut" bewertet, sieben mit "befriedigend" und zwei mit "ausreichend". Sechs Mal vergab Öko-Test "mangelhaft" oder "ungenügend".
Weitere Tests von Öko-Test:
FAQ: Studentenfutter
Ja, in Maßen. Nüsse liefern ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, B‑Vitamine und Magnesium – das kann Konzentration und Nervenfunktion unterstützen. Entscheidend ist der Mix: Je höher der Nussanteil und je weniger Zucker (Rosinen, Schoko), desto sinnvoller als Lernsnack.
Zutatenliste: hoher Nussanteil, möglichst ohne Zuckerzusatz oder Joghurt-/Schokodragées
Salzgehalt: besser ungesalzen oder nur leicht gesalzen
Qualität: ganze Nüsse, keine ranzigen oder beschädigten Kerne
Studentenfutter ist gesund, aber sehr kalorienreich. Als Richtwert gelten etwa eine kleine Handvoll (20–30 g) pro Tag als Snack. Wer viel sitzt oder abnehmen möchte, sollte die Menge begrenzen oder zusätzlich auf andere Snacks wie Obst oder Gemüse-Sticks ausweichen.
Verwendete Quellen:
Öko-Test
"Bild": Öko-Test findet Pestizide, Bakterien und Mineralöl: Sechs Studentenfutter fallen durch
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