Tausende Jobs gestrichen

Massiver Stellenabbau bei Autozulieferer Schaeffler: Diese Werke werden geschlossen

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Schaeffler streicht Tausende Jobs

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Schaeffler kürzt tausende Jobs in Deutschland – gut acht Prozent der Stammbelegschaft sind betroffen. Diese Standorte werden bald schließen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler wird 2.660 Stellen in Deutschland kürzen.

  • Insgesamt vier Werke werden in Deutschland geschlossen.

  • Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisieren die Sparpläne scharf.

Massiver Stellenabbau beim Auto- und Industriezulieferer Schaeffler: Das Unternehmen will weiter Kosten senken und streicht tausende Arbeitsplätze. Vier deutsche Standorte sollen komplett geschlossen werden – insgesamt werden 2.660 Stellen in Deutschland gekürzt, teilte das Unternehmen mit. Weitere 800 Stellen werden in anderen europäischen Ländern abgebaut.

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Diese Schaeffler-Standorte schließen

Die Automobilkrise in Europa erfordere die weiteren Einschnitte und strukturellen Anpassungen, so der Konzern. Insgesamt fünf Standorte sollen daher geschlossen werden – vier davon in Deutschland. Folgende Werke sind betroffen:

  • Dortmund: 430 Beschäftigte

  • Schwalbach: 385 Beschäftigte

  • Berlin: 270 Beschäftigte

  • Morbach: 160 Beschäftigte

Ein Großteil der Beschäftigten in Schwalbach solle an den Schaeffler-Standort in Frankfurt wechseln. Insgesamt seien an diesem Werk rund 190 Stellen vom Abbau betroffen.


Andere Standorte in Deutschland werden zwar nicht geschlossen, aber angepasst: In Höchstadt wird der Werkzeugbau eingestellt und in Erlangen sowie Schweinfurt gibt es Anpassungen am Sondermaschinenbau. Weitere Kapazitäts- und Strukturanpassungen gibt es an den Werken in Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg.

Scharfe Kritik von der IG Metall

Das neue Sparprogramm wird von der IG Metall und dem Konzernbetriebsrat scharf kritisiert. "Bei Schaeffler folge inzwischen ein Abbauprogramm auf das nächste, noch bevor die Folgen des vorherigen bewältigt sind", sagte Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler. "Das ist kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland."

Ein Fünftel der Stammbelegschaft gekürzt

Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatte Schaeffler tausende Arbeitsplätze gestrichen. Mit dem neuen Programm baut Schaeffler laut Mitteilung bis 2028 gut acht Prozent der Stellen seiner Stammbelegschaft in Deutschland ab. Zusammen mit den früheren Sparrunden sind es fast ein Fünftel.


Der Stellenabbau betrifft zu rund 50 Prozent die Produktion, 30 Prozent den Bereich Forschung und Entwicklung sowie 20 Prozent weitere Funktionsbereiche. Insgesamt wird an 16 Standorten in der Region Europa gekürzt. Ziel dabei ist es, Überkapazitäten abzubauen, Entwicklungskapazitäten anzupassen, Personalkosten zu senken und die Komplexität der Organisation zu reduzieren.

Weiterer Stellenabbau möglich

Das jährliche Ergebnis soll sich dadurch ab 2030 um 300 Millionen Euro verbessern. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld veranschlagt für das Sparprogramm Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters schloss er weitere Stellenstreichungen nach 2028 nicht aus. Zudem seien die Personalkosten in Deutschland rund 2,5-mal so hoch wie in anderen europäischen Ländern.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Schaeffler: "Schaeffler kündigt weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm an"

yahoo!finance: "Schaeffler to cut 3,460 jobs, shut five European plants as auto slump bites"

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