Unterstützung durch Großaktionär

Klöckner-Aktie je 11 Euro: US-Konzern will deutschen Stahlhändler übernehmen

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

Der Düsseldorfer Stahlhändler Klöckner & Co. steht vor der Übernahme.

Bild: Oliver Berg/dpa


Tausende Beschäftigte sind beim Traditionsunternehmen Klöckner angestellt. Nun steht der Düsseldorfer Stahlhändler wohl vor der Übernahme durch einen US-Konzern.

Der US-Konzern Worthington Steel wird aller Voraussicht nach den Stahlhändler Klöckner & Co. übernehmen. Die Amerikaner haben ein Angebot in Höhe von 11 Euro pro Aktie des Düsseldorfer Unternehmens abgegeben.

Wie Worthington am späten Donnerstagabend (15. Januar) in Columbus und Düsseldorf mitteilte, unterstütze der Großaktionär Friedhelm Loh, der über die Swoctem GmbH 41,5 Prozent der Klöckner-Aktien hält, die Offerte. Bei der Transaktion werde der Wert von Klöckner & Co. mit 2,4 Milliarden Dollar (knapp 2,1 Milliarden Euro) beziffert.

Transaktion bis zur zweiten Jahreshälfte abgeschlossen?

Bereits im Dezember 2025 hatte das Düsseldorfer Unternehmen über eine Verhandlung der beiden Konzerne über einen möglichen Zusammenschluss informiert. Um 42 Prozent, auf 8,61 Euro, war der Kurs der Aktie infolge der Mitteilung nach oben geschnellt. Das Angebot der Amerikaner liegt jetzt noch einmal fast 28 Prozent über dem am Donnerstag zuletzt gezahlten Preis im Xetra-Handel.

Mindestens 65 Prozent der Anteile von Klöckner & Co will das US-Unternehmen übernehmen. Der Abschluss der Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

In einer Pressemitteilung zur Zusammenschlussvereinbarung teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit, dass der Sitz für das europäische Geschäft in der Stadt am Rhein verbleiben soll. Das Unternehmen solle "eigenständig und in eigener Verantwortung vom derzeitigen Vorstand geführt werden", es seien keine Entlassungen oder Standort-Schließungen geplant.

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Verwendete Quellen

Pressemitteilung Klöckner & Co: "Klöckner & Co und Worthington Steel unterzeichnen Zusammenschlussvereinbarung"

Nachrichtenagentur dpa

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