Fluorid fehlt oft
Stiftung Warentest testet Kinderzahnpasta: Sechs Produkte "mangelhaft"
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
So prüft Stiftung Warentest Produkte
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
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Schon Milchzähne brauchen Fluorid. Doch nicht jede Kinderzahnpasta hat genug davon, wie ein Test zeigt. Günstige Produkte überzeugten am meisten.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest hat Zahnpasta für Kinder unter die Lupe genommen.
Die Ergebnisse sind teils ernüchternd.
Immerhin: Die besten Zahncremes sind zugleich die günstigsten.
In den meisten Zahnpasten steckt Fluorid. Es fördert die Härtung des Zahnschmelzes und kann Karies vorbeugen. Das gilt auch schon für Milchzähne. Wie es um Fluorid in Kinderzahnpasten bestellt ist, hat die Stiftung Warentest für ihr Magazin überprüft (Ausgabe 3/2026).
Die beiden guten Nachrichten: Zwei Drittel der 18 geprüften Zahnpasten schützen wirksam vor Karies. Die drei Besten sind am preiswertesten.
Sechsmal "mangelhaft" bei Kinderzahnpasta: Fluorid fehlt
Die schlechte Nachricht: Sechs getestete Zahncremes für die Kleinen fielen als "mangelhaft" durch. Darunter auch die teuerste Tube und andere hochpreisige Produkte. Kritikpunkt der Prüfer:innen: Weil sie zu wenig oder gar kein Fluorid enthalten, schützen sie nicht wirksam vor Karies.
Testsieger sind die "Eurodont Kinder Zahncreme" von Aldi, "Dentalux Kids" von Lidl und das "Alterra Zahngel Kinder" von Rossmann (jeweils Note 1,1). Alle enthalten die für Kinder bis sechs Jahre empfohlene Fluoridmenge von 1.000 ppm (parts per million).
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Die günstigsten Produkte sind am besten
Die Testsieger punkten außerdem mit einer kleinen Tubenöffnung. Denn zu viel Fluorid sollten die Kleinen auch nicht auf die Zähne kriegen.
Als Faustregel gilt laut Stiftung Warentest: Bis zum zweiten Geburtstag putzen Kinder mit einer Menge von der Größe eines Reiskorns. Von zwei bis sechs Jahren kommt eine erbsengroße Portion auf die Bürste.
Diese Zahnputz-Tipps sollten bei Kindern beachtet werden
Dazu raten die Expert:innen von Stiftung Warentest außerdem:
Ab zwei Jahren sollte ein Kind langsam lernen, selbst die Zähne zu putzen. Bis es acht bis zehn Jahre alt ist, putzen die Eltern aber noch nach.
Wichtig ist nicht die Dauer, sondern dass jeder Zahn gründlich geputzt wird. Dafür gibt es die KAI-Regel: Erst kommen die Kauflächen dran, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen.
Ist die Zahnpasta nach dem Putzen ausgespuckt, wird der Mund – wenn überhaupt – nur leicht mit Wasser ausgespült. Zu kräftiges Spülen reduziert nämlich die Wirkung des Fluorids.
Weitere Tests von Stiftung Warentest:
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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