Schuld sei fehlgeleitete Energiewende

Deutscher Stromversorger grüüün gibt auf – was Kunden jetzt wissen müssen

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von Valentin Kronberger

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Ökostrom-Förderung: Regierung einigt sich (21. Juli)

Videoclip • 32 Sek • Ab 12


Der Anbieter von Ökostrom grüüün steht vor dem Aus. Schuld ist laut Unternehmen eine falsche Energiepolitik. Betroffene sollen jetzt schnell handeln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ökostromanbieter grüüün stellt zum 30. Oktober seinen Betrieb ein.

  • Die Reformen des Bundeswirtschaftsministeriums sollen der Grund sein.

  • Betroffene Kund:innen sollten den Anbieter wechseln, um Kosten zu sparen.

Spätestens Ende Oktober ist Schluss – dann stellt der Ökostromanbieter grüüün seinen Betrieb ein. Als Grund nennt das Unternehmen auf seiner Webseite eine fehlgeleitete Energiewende. Politische Entscheidungen hätten die Erzeugung von Grünstrom behindert.

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Grundversorger übernimmt

Wie geht es für die Kund:innen von grüüün weiter? Grundsätzlich muss sich laut Bundesnetzagentur niemand Sorgen machen, wenn sein Energielieferant insolvent geht. Werden Verbraucher:innen nicht mehr mit Strom beliefert, übernimmt der örtliche Grundversorger.


grüüün-Kund:innen sollen Anbieter wechseln

Betroffene sollten sich aber trotzdem um einen neuen Anbieter kümmern, denn laut Netzagentur werden sie sonst von ihrem Grundversorger in den Ersatzversorgungstarif eingestuft – der ist meist teurer als andere Tarife.

Der Stromanbieter grüüün rät daher, sich möglichst schnell um einen neuen Versorger zu kümmern. Lange Zeit haben Kund:innen dafür nicht, denn spätestens ab dem 1. November fallen sie in die Grundversorgung – und riskieren hohe Preise.


grüüün hört auf wegen Energiewende-Reform

Für die Einstellung seines Betriebs nennt der Stromanbieter konkret zwei Gesetze aus dem Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU). Die Pläne der Wirtschaftsministerin wurden stark kritisiert und als Angriff auf die Energiewende bezeichnet.

Demnach sollen Betreiber von Wind- und Solaranlagen teilweise nicht entschädigt werden, wenn ihre Leistung wegen überlasteter Netze gedrosselt wird. Reiche sprach sie außerdem dafür aus, Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien an der Finanzierung des Netzausbaus zu beteiligen.


Verwendete Quellen:

Webseite "grüüün"

Bundesnetzagentur: "In­sol­venz des Ener­gie­lie­fe­ran­ten"

Nachrichtenagentur dpa

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