Edelmetall
Goldpreis-Rekord erneut geknackt: Das sind die Gründe für den Höhenflug
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von Christopher Schmitt:newstime
Goldpreis klettert auf neues Rekordhoch
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Auch im neuen Jahr steigt der Preis für Gold weiter und weiter. Nun wurde erneut ein Spitzenwert erzielt. Getrieben wird der Kurs von geopolitischen Unsicherheiten.
Das Wichtigste in Kürze
Am Montag (12. Januar) ist der Goldpreis erneut auf ein Rekordhoch gestiegen.
Der Preis für eine Feinunze Gold beträgt über 4.500 US-Dollar.
Die Proteste gegen das Mullah-Regime im Iran und der Streit zwischen US-Präsident Trump und dem Fed-Chef Powell treiben den Preis.
Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht, angetrieben durch die zunehmenden politischen Spannungen im Iran und wachsende Bedenken bezüglich der Unabhängigkeit der US-Notenbank.
In der Nacht zum Montag (12. Januar) stieg der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) auf fast 4.600 US-Dollar, bevor er leicht zurückging und am frühen Montagmorgen bei 4.578 US-Dollar lag – immer noch ein Plus von eineinhalb Prozent.
Starke Entwicklung bei Edelmetallen
Mit dem erneuten Anstieg baut Gold sein Kursplus im laufenden Jahr auf sechs Prozent aus. Bereits im vergangenen Jahr zählte Gold zu den gefragtesten Anlageklassen mit einem beeindruckenden Preisanstieg von 65 Prozent und somit dem stärksten Anstieg seit 1979.
Noch deutlicher fiel die Entwicklung bei Silber aus, das im Vorjahr ein Plus von fast 150 Prozent verzeichnete. Am Montag verteuerte sich der Silberpreis um viereinhalb Prozent auf 83,45 Dollar und näherte sich damit dem Rekordhoch von Ende 2025.
Ursachen für den Preisanstieg
Marktexpert:innen führen den aktuellen Preisanstieg bei Edelmetallen hauptsächlich auf zwei Faktoren zurück:
Die angespannte Lage im Iran: Die anhaltenden Massenproteste gegen die autoritäre Staatsführung und die Drohungen der USA haben zu erhöhter politischer Unsicherheit geführt.
Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank: Der eskalierende Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell verstärkt die Bedenken der Anleger:innen.
Konflikt zwischen Trump und Powell
Der Streit zwischen Trump und Powell hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurückgewiesen. Das US-Justizministerium stellte der Fed Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage wegen angeblicher Falschaussagen im Zusammenhang mit der Sanierung von Notenbank-Gebäuden.
Powell sieht in diesen Vorwürfen jedoch nur einen Vorwand: "Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird."
Edelmetalle als sichere Häfen
Edelmetalle – insbesondere Gold – gelten traditionell als sichere Anlageformen in Zeiten politischer Unsicherheit. Investor:innen schichten bei geopolitischen Spannungen häufig Kapital in diese Werte um. Silber profitiert zusätzlich von seiner Bedeutung als Industriemetall, das für zahlreiche moderne Anwendungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und Energie benötigt wird.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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