Verbraucherschutz
Gefälschte PayPal-Rechnung über 1.685 Euro verunsichert Nutzer
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Paypal-Datenleck: Was Nutzer tun sollten
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Eine täuschend echt wirkende PayPal-Mail über ein Air-France-Ticket sorgt für Panik. Tatsächlich wurde nichts abgebucht – gefährlich wird es erst, wenn du auf die Links klickst.
Das Wichtigste in Kürze
Derzeit kursiert eine gefälschte PayPal-Mail über ein angebliches Air-France-Ticket für 1.685 Euro.
Sie dient dazu, Nutzer:innen auf nachgemachte PayPal-Seiten zu locken und Zugangsdaten zu stehlen.
Ob eine Zahlung echt ist, lässt sich ausschließlich über die Aktivitätenliste im offiziellen PayPal-Konto (Web oder App) prüfen – steht dort nichts, wurde auch nichts abgebucht.
Eine neue Phishing-Welle trifft derzeit viele PayPal-Kund:innen in Deutschland. In ihrem Postfach landen Mails, die auf den ersten Blick wie echte Zahlungsbestätigungen wirken: Angeblich soll man 1.685 Euro für ein Flugticket von Air France gezahlt haben. Wer so eine Nachricht bekommt, erschrickt schnell – genau darauf setzen die Betrüger.
Die E-Mail kommt von einer Adresse, die echt wirken soll: mail.PayPal@airfrance.fr. In der Betreffzeile und im Nachrichtentext ist von einer Zahlung über 1.685,00 Euro die Rede. Dazu gibt es einen Transaktionscode, der immer gleich ist, und eine rätselhafte Artikelnummer als "Beschreibung". Ganz oben steht groß "Zahlung von" gefolgt von der eigenen E-Mail-Adresse – oft identisch mit der PayPal-Adresse.
Echte Abbuchung gibt es nicht – die Gefahr liegt im Klick
Wichtig zu wissen: Bei diesen Mails ist in der Regel kein Geld geflossen. Wer sich direkt bei PayPal einloggt und unter "Aktivitäten" nachschaut, wird dort keine passende Buchung finden. Alles, was nicht in dieser Übersicht steht, wurde auch nicht über PayPal bezahlt.
Gefährlich sind die Links in der Nachricht. Im Kopf der Mail findet sich ein Hinweis, man solle sich im PayPal-Konto anmelden, um die Zahlungsdetails zu sehen. Auch der Button "Transaktion anzeigen" führt auf dieselbe Adresse. Hinter diesen Links stecken gefälschte Webseiten, die aussehen wie PayPal, aber nur ein Ziel haben: Zugangsdaten abzugreifen. Gibt man dort E-Mail-Adresse und Passwort ein, verschafft man Kriminellen direkten Zugriff auf das eigene Konto.
So erkennst du die Falle – und reagierst richtig
Wer eine solche Mail bekommt, sollte zunächst Ruhe bewahren und nichts anklicken. Der sicherste Weg ist: PayPal-Adresse im Browser selbst eintippen oder die offizielle App öffnen, einloggen und die Kontobewegungen kontrollieren. Taucht die angebliche Zahlung dort nicht auf, handelt es sich um Betrug.
Im nächsten Schritt empfiehlt es sich, die gefälschte Nachricht an die offizielle Meldestelle phishing@paypal.com weiterzuleiten. PayPal sammelt solche Hinweise, lässt betrügerische Seiten sperren und warnt andere Nutzer:innen. Die Mail selbst kann danach im eigenen Postfach gelöscht werden.
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Wenn du schon geklickt hast – schnell handeln
Problematisch wird es, wenn man die Links schon angeklickt und vielleicht sogar Zugangsdaten eingegeben hat. Dann ist Eile gefragt. In diesem Fall sollte man umgehend das PayPal-Konto sperren lassen oder zumindest das Passwort ändern und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
Kontakt zur richtigen Stelle bekommst du über die offizielle PayPal-Webseite oder die App. Ganz unten auf der Seite findet sich der Bereich "Kontakt" bzw. in der App der Hilfe-Bereich mit den Kontaktmöglichkeiten. Dort können Betroffene eine Sperrung veranlassen und sich beraten lassen, ob weitere Schritte nötig sind – etwa eine Meldung an die Bank oder eine Anzeige bei der Polizei.
Verwendete Quellen:
GIGA: "PayPal-Warnung: Diese Fake-Rechnung über 1.685 € sorgt gerade für Panik"
PayPal, AirFrance
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