Autoindustrie
Elon Musk unter Druck: Tesla-Verkauf bricht in Deutschland dramatisch ein
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von dpaDer Negativtrend in der Autobranche setzt sich weiter fort. Besonders Tesla leidet darunter. (Symbolbild)
Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Bei Elektroautos geht es nach oben - nur Tesla kommt einfach nicht auf die Füße. Einzelne heimische Marken können sich gegen den Trend stemmen. Zum schwachen Juni trug zudem ein Sondereffekt bei.
Das Wichtigste in Kürze
Der deutsche Automarkt schwächelt im ersten Halbjahr mit weniger Neuzulassungen als im Vorjahreszeitraum.
Während Tesla mit über 58 Prozent Verlust drastisch einbricht, legen Elektroautos insgesamt um 35 Prozent zu.
Expert:innen sehen aufgrund der Wirtschaftsflaute und Unsicherheit keinen Aufschwung.
Der deutsche Automarkt hat im ersten Halbjahr geschwächelt. Von Januar bis Juni wurden nur 1.402.789 Pkw neu zugelassen, das waren 4,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht. Der Juni verschärfte den Rückgang dabei noch einmal durch ein besonders hohes Minus von fast 14 Prozent. Die Unternehmensberatung EY sprach von einem Automarkt im Krisenmodus.
Der Rückgang traf allerdings nicht alle großen heimischen Konzerne. So konnten sich BMW mit 119.000 und Mercedes-Benz mit 127.000 Neuzulassungen im ersten Halbjahr knapp im Plus halten. Platzhirsch VW liegt dagegen mit 286.000 knapp im Minus - auch weil die Neuzulassungen der Wolfsburger im Juni um rund ein Fünftel einbrachen. Auch die zum Konzern gehörenden Premiummarken Audi und Porsche büßten an Neuzulassungen ein, die ausländischen Töchter Seat und Skoda lagen dagegen im Plus.
Tesla büßt fast zwei Drittel ein
Im Vergleich zur katastrophalen Entwicklung bei Tesla stehen all diese Marken aber gut da. Das Unternehmen von Multimilliardär Elon Musk büßte im ersten Halbjahr in Deutschland 58,2 Prozent seiner Neuzulassungen ein und kam lediglich auf 8.890 Fahrzeuge. Das ist ein Marktanteil von gerade einmal 0,6 Prozent.
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Dabei entwickelte sich der Markt für Elektroautos eigentlich stark und legte um gut 35 Prozent zu. Die Zuwächse gingen allerdings an andere Marken - die genaue Aufteilung liegt hier noch nicht vor.
Sondereffekt im Juni
EY weist für den Gesamtmarkt auf einen Sondereffekt im Juni hin. Der Vergleichsmonat aus dem Vorjahr sei sehr stark gewesen. Damals habe es Vorzieheffekte wegen neuer Vorschriften für Assistenzsysteme gegeben.
Dennoch bleibe die Lage auf dem Markt angespannt, sagt Constantin M. Gall von EY. "Die Nachfrage nach Neuwagenist und bleibt sehr schwach. Das liegt an der anhaltenden Wirtschaftsflaute, die zu Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen und Arbeitsplatzsorgen bei den Verbrauchern führt. Auch die hohen Neuwagenpreise, die nicht zuletzt ein Ergebnis zunehmender Regulierung sind, spielen eine Rolle." Hinzu komme Verunsicherung bei Privatpersonen und Unternehmen. "Und Verunsicherung ist Gift für den Neuwagenmarkt." Einen Aufschwung im Markt sieht er vorerst nicht, "weder in Deutschland noch in Europa".
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