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Citröen bringt "Ente" als E-Auto auf die Straße

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Die legendäre "Ente" kommt als E-Auto zurück

Videoclip • 01:04 Min • Ab 12


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Die Automarke Citroën plant ein Comeback der legendären "Ente" als Elektro-Kleinwagen. Der Mutterkonzern Stellantis teilte mit, der Preis des Modells werde unterhalb von 15.000 Euro liegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Citröen nimmt die Produktion der legendären "Ente" wieder auf.

  • Das Original mit der Modellbezeichnung 2CV war bis 1990 gebaut worden.

  • Das Revival erlebt der Kleinwagen als preiswertes E-Auto.

Die "Ente" von Citröen wird wieder gebaut. Wie der Mutterkonzern Stellantis auf einer Investorenkonferenz in den USA bekannt gab, soll das Modell 2CV den geplanten neuen EU-Vorgaben für kostengünstige E-Fahrzeuge entsprechen und zu Preisen unterhalb von 15.000 Euro starten. Das neue Auto verkörpere die zentralen Eigenschaften, die den 2CV einzigartig machten, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa): "Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, hohe Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und eine unverwechselbare Persönlichkeit." Weitere Details sollen auf dem Pariser Autosalon im Oktober mitgeteilt werden.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, hatte die Europäische Union in ihrem Automobilpaket angekündigt, Autoherstellern für den Bau von kleinen Elektroautos in Europa entgegenzukommen. Stellantis zufolge gerät ohne günstigere Elektroautos die Transformation hin zu einer CO2-neutralen Mobilität ins Stocken.


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Japanische Kei-Cars dienen als Vorbild für E-"Ente"

Erst vor wenigen Tagen hatte Stellantis angekündigt, ein neuartiges E-Car für zwei Marken des Konzerns ab 2028 im Fiat-Werk Pomigliano bei Neapel zu fertigen. Für die Entwicklung solle mit externen Partnern zusammengearbeitet werden. Als Vorbild dienten japanische Kei-Cars. Diese extrem kompakten Kleinstwagen sind dpa zufolge in Größe und Leistung beschränkt, aber vollwertige Pendler-Mobile.

Die Original-"Ente" mit der Modellbezeichnung 2CV wurde dpa zufolge erstmals 1948 vorgestellt. Viele Generationen fuhren das robuste Einfach-Auto, das bis 1990 gebaut wurde.


Stellantis leidet unter Überkapazitäten

Viele Autobauer in Europa haben sich in den vergangenen Jahren von Kleinwagen verabschiedet und das mit verschärften Anforderungen begründet, berichtet Reuters weiter. Autos in Europa müssten unabhängig von ihrer Größe bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllen und etwa Notbremsassistenten oder Spurhalteassistenten enthalten. Insbesondere bei Kleinwagen treibe das die Kosten in die Höhe. Hinzu kämen die verschärften Abgasvorschriften der Euro-7-Norm, die den Bau von kleinen Verbrenner-Fahrzeugen unrentabel machen.

In der Autobranche gilt der Ausstieg aus den günstigen Einstiegsmodellen als ein wichtiger Grund dafür, warum der europäische Automarkt in den vergangenen Jahren um rund zwei Millionen Fahrzeuge geschrumpft ist und immer noch deutlich unter dem Vor-Coronaniveau liegt. Stellantis leidet laut Reuters besonders stark unter Überkapazitäten. Zu Stellantis gehören außer Citroen noch 13 weitere Automarken: darunter Opel, Maserati, Alfa Romeo, Fiat, Peugeot und Lancia sowie Chrysler, Dodge und RAM.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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