Gefahr durch Zecken in Bayern
Zecken in Bayern: Mehr als 500 Menschen durch Zeckenbisse erkrankt
Veröffentlicht:
von Magdalena Artner17:30 SAT.1 Bayern
FSME und Borreliose: Hunderte Zecken-Erkrankungen in Bayern
Videoclip • 25 Sek • Ab 12
Das sind etwas weniger als vor einem Jahr. Gesundheitsministerin Gerlach mahnt zur Vorsicht und rät zur Impfung.
Vorsicht beim Wandern auf Wiesen oder im Wald
Im laufenden Jahr sind bereits mehr als 500 Menschen in Bayern durch Zeckenbisse erkrankt. Laut Gesundheitsministerium wurden bisher 14 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und mehr als 515 Fälle von Borreliose gemeldet. Das ist etwas weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Damals waren es 570 Fälle von Borreliose und 21 FSME-Erkrankungen.
"Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen", warnt Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). "Deshalb ist Vorsicht etwa beim Wandern auf Wiesen oder im Wald sehr wichtig. Wer sich in der Natur oder auch im eigenen Garten aufgehalten hat, sollte anschließend den Körper gründlich nach Zecken absuchen."
Erst die zweite Impfung schützt
Die Ministerin rät sich möglichst bald gegen FSME impfen zu lassen. Für einen vollständigen Schutz seien drei Impfungen innerhalb eines Jahres nötig, erklärt sie - frühestens nach der zweiten Impfung gebe es eine Schutzwirkung. Noch seien die Impfquoten im Freistaat zu niedrig: Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung hätten einen aktuellen FSME-Impfschutz. Bei Kindern sei das Bild aber besser.
Die Ständige Impfkommission empfehle die FSME-Impfung für alle Menschen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen können. Auch für Urlauber in Bayern ist die Impfung ratsam.
Gegen Borreliose gebe es noch keine Impfung, sagt Gerlach. "Sie lässt sich gut behandeln, wenn sie früh erkannt wird." Wer eine Zecke an seinem Körper entdecke, solle sie möglichst schnell und vorsichtig entfernen. "Treten danach Beschwerden oder eine ringförmige Hautrötung auf, sollte man rasch ärztlichen Rat einholen."
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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