Jahreszahlen

BMW trotzt Automobilkrise: Darum sind die Münchner stabiler als VW

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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BMW: Neue Klasse bis zu 1.360 PS - das steckt dahinter

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


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Es sind die letzten Jahreszahlen, die BMW-Chef Oliver Zipse verantwortet: Trotz schwieriger Situation in der Automobilbranche präsentieren sich die Münchner erstaunlich stabil.

Das Wichtigste in Kürze

  • BMW trotzt der Automobilkrise deutlich robuster als die deutsche Konkurrenz.

  • Der Gewinn der Münchner ist im vergangenen Jahr nur um 7,5 Milliarden Euro gesunken.

  • Dabei profitiert BMW unter anderem von seiner US-Produktion sowie der Flexibilität in der Herstellung.

BMW hält der Krise der deutschen Autoindustrie überraschend erfolgreich stand. Der Gewinn des Konzerns ist im vergangenen Jahr lediglich um rund drei Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro gesunken. Damit hat BMW die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen, die laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) mit einem Überschuss von weniger als sieben Milliarden Euro gerechnet hätten. Der Umsatz hat hingegen nachgegeben und ist um 6,3 Prozent auf rund 133 Milliarden Euro gefallen.

Deutlich stabiler als Mercedes und VW

Im Branchenvergleich steht BMW damit auffallend robust da. Zwar handelt es sich bereits um den dritten Gewinnrückgang in Folge, doch im Gegensatz zu den Münchnern haben die deutschen Konkurrenten deutlich stärkere Einbußen hinnehmen müssen.

Mercedes-Benz und Volkswagen haben ihre Gewinne im vergangenen Jahr jeweils nahezu halbiert. Im internen Ranking der großen deutschen Autobauer liegt BMW damit nun vorn: Mercedes hat rund 5,3 Milliarden Euro Plus vorzuweisen, Volkswagen trotz deutlich größerer Konzernstruktur nur etwa 6,9 Milliarden.

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Keine Jobkürzungen – Vorteil durch US-Produktion

Ein weiterer Unterschied zur Konkurrenz: Während andere Hersteller Stellen streichen, kommt BMW bislang ohne Sparprogramme beim Personal aus. Ein Grund dafür dürfte die starke Präsenz in den USA sein. Dort betreibt BMW ein großes Werk, in dem im vergangenen Jahr rund 413.000 Fahrzeuge produziert wurden. Mehr als die Hälfte davon verblieb im US-Markt, wodurch der Konzern weniger von Importzöllen betroffen ist.

Hinzu kommt ein strategischer Vorteil in der Produktion: BMW hat seine Werke so ausgelegt, dass Elektroautos, Hybride und Verbrenner auf derselben Linie gebaut werden können. Diese Flexibilität hilft, die Unsicherheiten beim Hochlauf der Elektromobilität abzufedern.

Konzernchef Oliver Zipse erklärt: "Wir haben uns in den letzten Jahren strategisch richtig aufgestellt. Davon profitieren wir heute: Wir müssen in einem herausfordernden Umfeld nicht umsteuern, sondern können unseren Kurs halten und unsere Strategie weiter konsequent umsetzen."

Auch in den News:

Letzte Bilanz unter Zipse – Fokus auf die "Neue Klasse"

Die vorgelegten Zahlen sind zugleich die letzten, die Zipse als Vorstandsvorsitzender verantwortet. Mitte Mai übernimmt Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic die Konzernführung. Er ist bereits eng mit dem zentralen Zukunftsprojekt von BMW vertraut: der "Neuen Klasse". Deren erstes Modell, der iX3, ist erst seit Kurzem bei den Händlern – und erfolgreich gestartet. Aufgrund der hohen Nachfrage hat BMW bereits eine zusätzliche Produktionsschicht eingeführt.

In Kürze will der Konzern zudem den elektrischen i3 vorstellen, das Pendant zur 3er‑Reihe und damit ein Modell für einen besonders wichtigen Volumenmarkt.

Gedämpfter Ausblick trotz stabiler Verkäufe

Trotz der vergleichsweise soliden Zahlen bleibt BMW vorsichtig. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem moderaten Rückgang des Vorsteuergewinns – auch bei stabilen Auslieferungen. Belastend wirken unter anderem höhere Zölle, ungünstige Währungseffekte und steigende Rohstoffpreise. Die Prognose für 2026 fällt entsprechend zurückhaltend aus.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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